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Adler will im Stadion bleiben

RAUXEL Die Fußballer der DJK Adler Rauxel wollen auch künftig im Stadion an der Bahnhofstraße das runde Leder laufen lassen. Das geht aus einem Bürgerantrag des C-Kreisligisten hervor, den die Mitglieder des Bürgerausschusses am Mittwoch, 5. September, beraten sollen.

von Von Carsten Loos

, 27.08.2007
Adler will im Stadion bleiben

Nach den Plänen des Sportamtes nämlich sollen die beiden Adler-Mannschaften, wenn demnächst der Umbau des Stadions in eine multifunktionale Mehrzweckanlage abgeschlossen ist, für Training und Meisterschaftsspiele nach Pöppinghausen, auf den Sportplatz an der Wewelingstraße, umziehen.

 „Im Rahmen der Umsetzung des Sportstättenkonzeptes sind umfangreiche Umorganisationen vorgesehen“, heißt es in einem Schreiben der Stadtverwaltung an den Verein, „von der Verlegung bis zur Schließung von Sportplätzen.“ Im Stadion würden künftig Fußballer und Leichtathleten gemeinsam trainieren, weshalb Prioritäten gesetzt werden müssten, begründet Winfried Hetzel vom Sportamt seine Entscheidung, außerdem betreibe Adler Rauxel „seit vielen, vielen Jahren keine Jugendarbeit“. Den Senioren-Spielern sei die Anreise nach Pöppinghausen zuzumuten.

Existenz in Gefahr

Der Adler-Vorsitzende Bodo Wieser sieht indes durch einen weiteren Umzug „an ein entferntes Ende der Stadt“ die Existenz seines Vereines in Gefahr. Gerade nach der bewegten Geschichte des Clubs. Der war ursprünglich im Dorf Rauxel angesiedelt. Nachdem der dortige Platz geschlossen wurde, war Adler etwa 20 Jahre lang im Stadion beheimatet. Von dort ging es an die Schillerstraße, weil das Stadion mit seinem Rasenplatz für den damaligen Verbandsligisten Spvg Schwerin gebraucht wurde. Im Jahre 1997 musste Rauxel erneut umziehen - wieder zurück ins Stadion. Wieser schlägt nun als neuen Standort die Erin-Kampfbahn, Schwerin oder Frohlinde vor. Außerdem, betonte er, könne der Adler-Umzug nach Pöppinghausen derzeit nicht Teil des Sportstättenkonzeptes sein: „Das ist weder beschlossen noch genehmigt.“

Fürsprecher

Einen vehementen Fürsprecher hat Adler Rauxel unterdessen schon auf ihrer Seite: den SV Dingen. Der Club soll nach den Plänen aus dem Rathaus seinen (maroden) Sportplatz an der Westheide verlieren - und an Stelle der Adleraner im Stadion spielen. Sein Verein habe jedoch kein Interesse daran ins Stadion zu wechseln, erklärte jetzt der Dingener Geschäftsführer Sven Augat: „Die Stadtverwaltung hat uns die Zusage gegeben, dass wir unseren Sportplatz in eigener Regie übernehmen können.“

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