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Ärzte-Not im Westen

BERLIN In ländlichen Regionen Westdeutschlands droht ebenso wie in Ostdeutschland nach neuesten Prognosen ein Ärztemangel.

Ärzte-Not im Westen

Der Landarzt Jürn von Stünzner bei einer Untersuchung in Brandenburg. Nachdem Verbände bereits vor einiger Zeit wegen drohenden Ärztemangels in Ostdeutschland Alarm geschlagen hatten, droht nun auch im Westen die Unterversorgung mit Medizinern.

Wie das Magazin „Focus“ unter Berufung auf noch unveröffentlichte Zahlen von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und Bundesärztekammer berichtet, fehlen auch in westlichen Regionen wie Westfalen, Niedersachsen oder Oberfranken Landärzte. Zudem stünden Engpässe bei Augenärzten, Gynäkologen, Dermatologen oder Nervenärzten bevor, so dass sich Patienten auf längere Wege einstellen müssten.

Bereits im August hatte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, gegenüber unserer Zeitung auf das Problem hingewiesen.

Der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Köhler sagte: „Es ist kein reines Ostproblem, auch im Westen droht Ärztemangel.“ Nach den Zahlen können 24 Prozent der West-Kliniken und 55 Prozent der Ost-Häuser offene Mediziner-Stellen nicht mehr besetzen. Das Durchschnittsalter niedergelassener Mediziner stieg von 46,6 Jahren 1993 auf 51,1 Jahre 2006.

Die Statistiker rechnen damit, dass bis 2012 die Zahl der Hausärzte von gut 53.000 auf rund 50.500 sinkt. Der Vize-Präsident der Bundesärztekammer und Vorsitzende des Marburger Bundes, Frank Ulrich Montgomery, nannte die Entwicklung auf Anfrage „sehr dramatisch“.

  

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