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AfD will Nationalhymne vor Änderungen schützen

Düsseldorf. Frauen auch in der Sprache sichtbar zu machen, ist eine Kernforderung der Feministinnen. Aber muss dafür sogar die historische Nationallhymne umgetextet werden? Der AfD geht das zu weit.

AfD will Nationalhymne vor Änderungen schützen

Eine Krawatte in den Farben der deutschen Flagge (Schwarz-Rot-Gold). Foto: Christian Charisius/Archiv

Die AfD in Nordrhein-Westfalen will die deutsche Nationalhymne vor geschlechtsneutralen Umformulierungen schützen. Dazu fordert die 13-köpfige Oppositionsfraktion die Landesregierung von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zu einer Bundesratsinitiative auf.

In einem Antrag an den Düsseldorfer Landtag formuliert sie das Ziel, „die dritte Strophe des Liedes der Deutschen von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben in ihrer historischen Überlieferung vom 26. August 1841 als die deutsche Nationalhymne zu normieren und deren Verwendung zu offiziellen Anlässen festzulegen“. Am Mittwoch soll das Parlament darüber abstimmen.

Auf den Plan gerufen fühlt sich die AfD von der Gleichstellungsbeauftragten des Bundesfamilienministeriums. Die hatte angeregt, die Worte „Vaterland“ und „brüderlich“ gegen „Heimatland“ und „couragiert“ auszutauschen. Sowohl die Kanzlerin als auch der Bundespräsident haben sich bereits dagegen positioniert.

In Kanada und Österreich sind die Hymnen dagegen schon neutralisiert worden. In Österreich heißt es seit 2012: „Heimat großer Töchter und Söhne“ statt „Heimat bist du großer Söhne“. Auch in der kanadischen Hymne geht es neuerdings nicht mehr allein um die Söhne.

Angesichts der „Emotionalität“ der Debatte sei es nun an der Zeit, die deutsche Hymne zu schützen, mahnt die AfD. „Mit diesem Akt würdigt die Legislative nicht nur den historischen Kontext der Hymne (...), sondern stellt auch explizit die gebührende Gewichtigkeit des Sinns und Zwecks der deutschen Nationalhymne fest und verankert diese in der Normenhierarchie der Bundesrepublik Deutschland.“

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