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„Auf der Haar“ wird ausgebaut

Straßenausbau

Ob die Anlieger wollen oder nicht, die 45 Jahre alte Baustraße „Auf der Haar“ wird ausgebaut. Das beschloss der Rat am Mittwochabend.

Ahaus

, 12.10.2018
„Auf der Haar“ wird ausgebaut

Seit über 40 Jahren ein Provisorium: Die Straße „Auf der Haar“ soll jetzt ausgebaut werden. © Markus Gehring

Der Endausbau war in der Vergangenheit weder von den Anliegern noch der Verwaltung angeregt worden. Der geplante Ausbau geht auf einen Antrag eines einzelnen Anliegers zurück.

Ob die restlichen Anlieger überhaupt willens und in der Lage seien, die Erschließungsbeiträge zu zahlen, fragte Hubert Kersting (UWG). Schließlich könne es um fünfstellige Beträge gehen. „Und wurde mit Ihnen schon gesprochen?“ Das verneinte Beigeordneter Georg Beckmann. „Wir gehen jetzt in die Anliegerversammlung. Wenn die Anlieger dagegen sind, sehen wir uns nicht genötigt, die Maßnahme zeitnah umzusetzen.“ Warum er am Mittwoch denn schon den Ausbau beschließen solle, wollte daraufhin Dieter Homann (UWG) wissen. „14 Anlieger sind mit dem Zustand der Straße zufrieden.“ Mit frischen Informationen versorgte auch Felix Ruwe (UWG) seine Ratskollegen: „Nur der eine Anlieger will den Ausbau. Alle anderen sind strikt dagegen.“

Die Stadt entscheidet, nicht die Anlieger

Ob und wann in Ahaus eine Straße ausgebaut werde, das entscheide die Stadt, nicht die Anlieger, erklärte Beigeordneter Georg Beckmann. „In Ahaus werden alle Straßen ausgebaut, auch diese. Würden wir eine Ausnahme machen, könnte das zu einer gewissen Regelmäßigkeit führen.“ Thomas Vortkamp (CDU) pflichtete bei: „Die entscheidende Frage ist das ‚Wie‘, nicht das ‚Ob‘.“ Der Ausbau als solches könne nicht infrage gestellt werden. Dieter Homann : „Wenn alle Straßen in Ahaus ausgebaut werden, dann ist hier aber 40 Jahre geschludert worden.“

Bürgermeisterin Karola Voß erklärte, dass ein Endausbau nicht demokratisch von den Anliegern entschieden werden sollte. „Das ist nicht im Sinne der Stadt. Es geht schon um eine grundsätzliche Haltung.“

Eine von Dieter Homann und Alfons Gerick (SPD) geforderte Vertagung über die Entscheidung des Ausbaus schmetterte der Rat mehrheitlich ab.

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