Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ausstellung zeigt Gemälde von Bernhard Krug

Landschaft als Metapher

AHAUS Die Landschaft ist das einzige Thema der Gemälde des Dülmener Künstlers Bernhard Krug. Was nach Langeweile und möglichen Wiederholungen klingt, präsentiert sich in seiner gerade eröffneten Ausstellung "Landschaft als Metapher" in der städtischen Villa van Delden in Ahaus ganz anders.

von von Elvira Meisel-Kemper

, 28.08.2009
Ausstellung zeigt Gemälde von Bernhard Krug

Kunsthistoriker Colmar Schulte Goltz und sein interessiertes Publikum.

37 Landschaftsgemälde aus den letzten 27 Schaffensjahren bieten einen überaus reichhaltigen und abwechslungsreichen Einblick in das Gesamtwerk von Krug - pünktlich zu seinem 60. Geburtstag.

Überaus groß war auch das Interesse der Kunstliebhaber an der Eröffnung. Das lag wohl nicht nur am beliebten Thema der Landschaft als Gattung in der bildenden Kunst, sondern auch am Kunsthistoriker Colmar Schulte Goltz, der die vielen Besucher in bewährt eloquenter Form auf einen sprachlichen und räumlichen Rundgang durch die Malerei von Krug mitnahm.

Klar zeichnete Schulte Goltz das Bild des Künstlers, der bei Timm Ulrichs an der Kunstakademie in Münster studiert hat. Der Aspekt des Kunstvermittlers spielt bei dem ausgebildeten Lehrer Krug eine nicht unbedeutende Rolle. Auch diesen Aspekt deutete Schulte Goltz mit dem Brückenschlag zur inzwischen 500-jährigen Geschichte der Landschaftsmalerei als eigener Gattung mehr als einmal an.

Krug wandele mit einem "analytischen Ansatz" den Blick auf die Landschaft zur "Introspektive", so Schulte Goltz. Der Begriff verweist auf die Formen der Selbst beobachtung, wie Krug auf nicht selbst erlebte Landschaften als Künstler reagiert. Ansichten von Mallorca, wo er lange gelebt hat, werden zu impressionistischen Eindrücken.

Das beeindruckende Gemälde des "Vulkanausbruchs" ist ein weiteres Beispiel. Links und rechts schaut Krug immer wieder zu den großen Meistern der Landschaftsmalerei von Rubens bis Max Slevogt. Details entnimmt er ihren Meisterwerken, verfremdet sie durch eine verwischende Malweise und häufig genug durch ein längliches, extremes Hochformat. Man fühlt, da steckt Monet oder Slevogt drin und man sieht die unverwechselbare Handschrift Krugs. emk

Bis 13. September, Öffnungszeiten Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr und nach Vereinbarung unter Tel. (0 25 61) 7 23 21.

Lesen Sie jetzt