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Bahn investiert zwei Millionen Euro - Umbau bis 2012

Bahnhof

AHAUS Der Bahnhof in Ahaus soll barrierefrei werden. Die Deutsche Bahn hat jetzt angekündigt, bis 2012 zwei Millionen Euro dafür zu investieren. Welche Maßnahmen im einzelnen geplant sind, das stellte die Bahn am Dienstag vor.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 20.04.2010

Zu dem Investitionspaket gehören ein höherer Bahnsteig zum ebenerdigen Ein- und Aussteigen, Anschlussrampen am Bahnsteig zur stufenlosen Fortsetzung des Wegs, ein bis zwei Wartehäuschen als Wetterschutz, neue Beleuchtung, ein Wegeleitsystem sowie neue Bänke und Papierkörbe am Bahnsteig.

„Das wird auch höchste Zeit“, so Bürgermeister Felix Büter. Barrierefrei ein- und aussteigen zu können, müsse nicht zuletzt in einer immer älter werdenden Gesellschaft Standard sein. Die Stadt sei mit dieser Forderung schon seit Jahren bei der Bahn immer wieder vorstellig geworden. Gerade im Hinblick auf das benachbarte Jute-Quartier, das ab 2011 bebaut wird, begrüße er die Entscheidung der Bahn, so Büter.Wie Udo Kampschulte, Sprecher der Deutschen Bahn in Düsseldorf, mitteilt, wird einer der beiden Bahnsteige in Ahaus über eine Länge von 140 Metern gehoben – von derzeit 38 Zentimeter auf 76 Zentimeter. Für den zweiten Bahnsteig sei das nicht vorgesehen. Das lohne sich nicht, so Kampschulte: „Dort fährt morgens nur ein Zug für Schüler ab.“ Weil der außerhalb der Taktung der übrigen Züge fahre – werktags verkehren 15 in Richtung Dortmund und 16 nach Gronau – , müsse er an einem eigenen Gleis abfahren.

Auch wenn das zweite Gleis kaum benutzt werde: Auf eine Zuwegung kann die Bahn nicht verzichten. Dass die bisherige steile Treppenunterführung – „für viele ein Angstraum in der Stadt“, wie der Bürgermeister sagt – nicht mehr zeitgemäß sei, steht auch für die Verantwortlichen der Bahn fest: „Entweder müssen wir da umfangreich renovieren oder eine andere Lösung schaffen“, so Kampschulte. Wie die aussehen könnte, diskutieren die Planer der Bahn mit der Stadt. Denkbar sei eine Verschiebung des gesamten Haltepunkts in Richtung Heeker Straße und ein Überweg am dortigen Bahnübergang. Die Stadt erwägt, die bevorstehende Bahnhofssanierung zu nutzen, um das gesamte Umfeld neu zu ordnen, „aber das ist noch Zukunftsmusik“, so Büter.