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Beamter unterschlug Geld

Ahaus Um gut 4000 Euro hat ein Beamter die Stadt Ahaus geschädigt. Der 45-Jährige wirtschaftete durch geschickte Manipulationen über einen Zeitraum von fast zwei Jahren in die eigene Tasche, indem er Quittungen auf einem eigenen Scanner fälschte.

08.10.2007

Das Amtsgericht legte ihm nun gestern ebenfalls eine Quittung für seine Straftaten vor: Es verurteilte den Mann wegen Untreue in 66 Fällen zu einer Geldstrafe von 4200 Euro (150 Tagessätze zu je 35 Euro). Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten plädiert. Der 45-Jährige aus Alstätte stand zum ersten Mal vor dem Richter. Er war geständig, räumte seine Verfehlungen ohne Beschönigungen ein und zeigte aufrichtige Reue. Den Schaden will er der Stadt Ahaus wieder ersetzen. Er nahm das Urteil sofort an.

Vom 15. Oktober 2004 bis zum 14. November 2006 führte er seine Taten im Rathaus aus. Die Bürger, die bei ihm die Gebühren entrichteten, wurden dabei nicht betrogen, sondern die Stadt. Es handelte sich jeweils um Einzelbetrage von 25, 55, 72 oder 110 Euro.

Geld für den Bruder

An dem Geld habe er sich nicht selbst bereichert, sondern seinen Bruder bei der Rückzahlung eines Darlehens unterstützt. Ein schlechtes Gewissen habe er schon gehabt, wusste aber nicht wie er aus der Sache wieder herauskommen sollte, berichtete der Angeklagte in der Beweisaufnahme der Hauptverhandlung. Mit seinen Schuldgefühlen sei er nicht fertig geworden, so dass er ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste. Der Richter ersparte ihm den Vorwurf nicht, seine Vertrauensstellung über einen längeren Zeitraum hinweg missbraucht zu haben. Der Verteidiger des Angeklagten plädierte auf eine Geldstrafe und wies darauf hin, dass sein Mandant bei den polizeilichen Ermittlungen aktiv mitgewirkt habe. ek

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