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Dichter Nebel und Eis bremsen den Verkehr aus

01.01.2008

Kreis "Wir sind froh, dass alle heil wieder gekommen sind." Alwine Boonk vom gleichnamigen Ahauser Taxiunternehmen ist fast 50 Jahre in der Branche tätig, aber einen solchen Jahreswechsel hat sie noch nicht erlebt: Eisglätte und Nebel machten das Autofahren zur Tortur.

Es gab erhebliche Verspätungen, für die die meisten aber Verständnis zeigten. "Die Leute mussten doch nach Hause", betonte Boonk. Ältere Menschen und Familien mit Kindern habe man doch bei der Glätte nicht zu Fuß gehen lassen können. Alwine Boonk erinnerte sich: "Vor 20 Jahren hatten wir Silvester viel Schnee und konnten nicht mehr fahren. Aber da haben die Leute auch nicht so gefeiert wie heute."

"Bei dem Tempo kam man gar nicht in Verlegenheit zu rutschen", erzählt Taxifahrer Bernhard Hüls von Taxi Kuhlmann in Vreden. An solch anstrengende Fahrten - "dichtester Nebel von 24 bis 2 Uhr" - kann er sich kaum erinnern. "Die Fahrgäste sagten zu mir, ich solle besser Feierabend machen", erzählte er.

Fünf Meter Sicht und eisglatte Wirtschaftswege in den Bauerschaften - der Diensthabende an der Zentrale bei Gietmann-Söbbing in Stadtlohn freute sich über das Verständis der Fahrgäste, die lange Verzögerungen in Kauf nehmen mussten. Mit zehn oder 15 Stundenkilometern seien die Taxis unterwegs gewesen - "aber wir mussten keinen stehen lassen." Ulrich Kemper vom gleichnamigen Vredener Taxiunternehmen hat dagegen in der Nacht zu Neujahr fast zwei Stunden lang den Betrieb eingestellt. "Weiter zu fahren, konnte ich einfach nicht verantworten", blickt er zurück. Stadtfahrten von normaler Weise nur drei Minuten hätten 35 Minuten gedauert. "Und teilweise war man wegen des dichten Nebels komplett orientierungslos, so etwas habe ich noch nie erlebt." Die meisten Kunden hätten die Entscheidung akzeptiert, berichtet er. "Wir wären ja auch lieber gefahren, aber es war zu riskant." ewa/sy-

Zu 27 Einsätzen musste die Polizeiinspektion Nord in der Silvesternacht ausrücken - meistens wegen "typischer" Delikte wie Körperverletzung oder Ruhestörung. Verkehrsunfälle waren bis Redaktionsschluss nicht angezeigt worden.

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