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Die Musikschule ist dem Stadtrat lieb und teuer

270.000 Euro Investition

VREDEN 509.000 Euro will die Musikschule Vreden in diesem Jahr ausgeben und einnehmen – mit diesen Planungen des Trägervereins zeigte sich der Vredener Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einverstanden.

von Von Anne Winter-Weckenbrock

, 14.04.2010
Die Musikschule ist dem Stadtrat lieb und teuer

Blockflötenunterricht - ein Dauerbrenner bei den Musikschulen.

Nicht nur der Haushaltsplan, auch das Jahresergebnis von 2008 und die Gebührenordnung waren Thema – Diskussionsbedarf ergab sich allerdings zu keinem Tagesordnungspunkt. Bei der Beschlussfassung über die Gebührenordnung der Musikschule ging es auch nicht um neue Tarife, sondern eher um redaktionelle Änderungen und ein neues Angebot: tänzerische Früherziehung für Kinder ab fünf Jahren, die von einer Stunde auf eine Dauer auf 45 Minuten reduziert wurde. Ansonsten bleibt es bei den zuletzt 2009 erhöhten Gebühren. Von 75 Euro monatlich für 45 Minuten Einzelunterricht für Jugendliche über 25 Euro monatlich für 45 Minuten Unterricht in einer Dreiergruppe bis hin zu 17 Euro für den Musikgarten reicht die Palette in der Gebührenordnung.

Beim Blick auf das laufende Haushaltsjahr wird deutlich, dass die Stadt den Hauptteil der Finanzierung der Musikschule trägt: 270.000 Euro investiert die Stadt in die musisch-tänzerische Ausbildung ihrer Einwohner, die ihr lieb und teuer ist. Die zu erwartenden Einnahmen durch die (Eltern-)Beiträge der Schüler liegen bei 225.000 Euro. Vom Land NRW kommen immerhin noch 5800 Euro Einnahmen dazu, auch 3500 als Eintrittsgelder für Veranstaltungen hat der Trägerverein als Einnahme kalkuliert. „Die Personalkosten nehmen mit rund 440.000 Euro fast 90 Prozent der Ausgaben ein“, betonte Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch. Tariflich Beschäftigte sowie Honorarkräfte unterrichten an der Musikschule Vreden.

Miete in Höhe von 24.000 Euro sind an die Bürgerstiftung Vreden als Eigentümerin des Alten Rathauses zu zahlen, für die Bewirtschaftung des Gebäudes werden 10.000 Euro einkalkuliert. Die Finanzen sind trotz des Volumens von mehr als 500.000 Euro insgesamt knapp – das ist an dem Ansatz von jeweils 500 Euro für Beschaffung von Instrumenten oder Fortbildungen zu sehen.