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Ein Besucherrekord im Aquahaus

Freibadbilanz

Aquahaus-Betriebsleiter Franz-Josef Bülter zieht eine positive Bilanz der Freiluftsaison 2018. Es gibt dennoch einige Baustellen und Schönheitsfehler.

von Alex Piccin

Ahaus

, 16.09.2018
Ein Besucherrekord im Aquahaus

Stets gut besucht gewesen im Sommer 2018: das Auquahaus © Markus Gehring

Es war abzusehen, dass der sogenannte Rekordsommer mit vielen Tagen jenseits der 30-Grad-Grenze eine Vielzahl an Wasserliebhabern in die Freibäder in Ahaus und Alstätte locken würde. Nach dem Ende der Freiluftsaison hat Betriebsleiter Franz-Josef Bülter jetzt die Besucherbilanzen verkündet. Dabei verzeichnet er ein sattes Besucher-Plus von 42,77 Prozent im Aquahaus sowie 53,44 Prozent im Freibad Alstätte im Vergleich zum Vorjahr. Die Sanierung des Freibades in Stadtlohn habe sich in Ahaus nicht bemerkbar gemacht.

In absoluten Zahlen ausgedrückt waren es 95.948 Badegäste in Ahaus, 31.915 in Alstätte. 2017 waren es noch 67.204 beziehungsweise 20.800. Dies ist seit 2009 der beste Wert. Getoppt wurden diese Zahlen vor 15 Jahren. „Dies war kein Rekordsommer, wenn man so will. 2003 war es wesentlich besser“, erinnert sich Bülter. An die Werte der ersten 2000er-Jahre komme in der Region niemand mehr heran. Das Freizeitverhalten der Menschen habe sich verändert.

Er verhehlt auch nicht, dass trotz des Besucheransturms der Betrieb der beiden Bäder mit einem wirtschaftlichen Minus versehen ist: „Dieses Jahr haben wir das Defizit auf eine vertretbare Untergrenze geschraubt.“ Trotz dieses leicht wehmütigen Rückblicks fällt seine Bilanz durchweg positiv aus. Auch die Preisanpassung über 2,5 Prozent sei bei den Gästen kein Diskussionsgrund gewesen: „Bei der Einzelkarte für Nicht-Ahauser waren es zehn Cent mehr als im Vorjahr.“

Keine Badeunfälle

Das Team der Wasseraufsicht hat keine schwerwiegenden Unfälle gemeldet, musste jedoch die Konzentration aufgrund der Besuchermassen hoch halten. Vereinzelt mussten die Schwimmmeister ins Wasser, um zu helfen. „Das ist vielleicht vier oder fünf Mal passiert. Die Situation wurde aber frühzeitig erkannt und es nichts geschehen“, lobt Bülter. Wie die Rettungs- und Aufsichtskräfte war auch das weitere Personal stark belastet. Ihm kam der verhältnismäßig kühlere August durchaus gelegen, wie der Betriebsleiter ausführt: „Die Mitarbeiter haben die Saison gut gemeistert. Ihnen seien die zwei Wochen mit weniger Andrang gerne gegönnt.“

Großer Andrang herrschte wie in der Vergangenheit von jenseits der Grenze. „Die niederländischen Gäste zahlen fast alles mit der EC-Karte“, sagt Bülter. Für sie hat der Betriebsleiter eine gute Nachricht parat. Im nächsten Jahr soll die Infrastruktur für die bargeldlose Zahlung erweitert und verbessert werden. Optimierungswürdig sei daneben auch die Parksituation – und die Beschilderung.

Parksituation verbessern

Der Bolzplatz an der angrenzenden Hockeyhalle ist als Parkmöglichkeit ausgewiesen, nur haben nicht alle Gäste davon Kenntnis genommen. „Vielleicht müssen wir besser darauf hinweisen“, so Bülter. Die Idee, einen Teil des westlich gelegenen Grundstücks zu pachten, hat er verworfen: „Das würde für eine relativ begrenzte Zeit zu viel Geld kosten.“

Die im Mai angekündigte Modernisierung beim Einlass mittels Smartphone ist auf das kommende Jahr verschoben worden. Dann sollen auch die restlichen hölzernen Terrassenbeläge komplett durch welche aus Kunststoff ausgetauscht sein. „Ansonsten sind neben den normalen Instandhaltungsarbeiten keine gravierenden Investitionen geplant“, sagt Bülter. Etwaige Schäden an Fliesen werden in der Regel erst im Frühjahr erkannt und behoben, sobald das Wasser abgelassen ist. Die letzte Freiluftaktivität im Aquahaus bleibt den Vierbeinern vorbehalten: Beim Aqua-Dog-Festival dürfen sich Hunde am 23. September im feuchten Nass austoben.

Badegäste in Ahaus und Alstätte:
  • Das Aquahaus verzeichnete 95.948 Besucher.
  • In Alstätte sprangen 31.915 Menschen ins Becken.
  • Die höchste Gästezahl verzeichneten die Bäder jeweils am 7. August: in Ahaus 3796 Besucher, in Alstätte 1110.
  • Über die Öffnungsdauer von knapp vier Monaten gingen pro Tag im Schnitt 793 Menschen ins Aquahaus, ins Alstätter Freibad 264.
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