Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ein echter Klassenprimus

Ahaus Wenn es ein Zeugnis gäbe, stände sicher "sehr gut" drin. Und unter besondere Anmerkungen: "sehr rege Beteiligung". Das Schulmuseum hat sich zu einem echten Primus entwickelt und in diesem Jahr mit über 12 000 Gästen einen neuen Besucherrekord aufgestellt.

21.12.2007

Ein echter Klassenprimus

<p>Auch nach seiner Pensionierung Lehrer und Sammler aus Leidenschaft: Winfried Bergen vor dem Schulmuseum. Grothues</p>

Das macht den "Vater" des Museums natürlich stolz. Doch eigentlich hat er es immer schon gewusst: "Ich war von Anfang an vom Erfolg der Idee überzeugt. Im Schulmuseum kann nämlich jeder sich und ein Stück seiner eigenen Vergangenheit wiederentdecken", sagt der Museumsgründer und Spirtius Rector der gar nicht so kleinen, aber feinen Sammlung im Torhaus des Schlosses.

Vor dem Rekord 2006 war die Besucherzahl, bedingt durch die Sanierung der Fußgängerzone und die Pflasterung des Schlossinnenhofes, erstmals leicht unter die 10 000er Grenze gefallen. "Ein Grund für dieses erfreuliche Ergebnis 2007 liegt sicherlich darin, dass immer mehr Gruppen aus Ahaus und Umgebung das Schulmuseum besuchen", erklärt Bergen. Besonders Schulklassen hätten die Bedeutung der Einrichtung als außerschulischen Lernort erkannt. Bergen: "Sicherlich hat auch das erweiterte Angebot einen großen Anteil an dieser Entwicklung." So können Jung und Alt über alte Stummfilme in Schwarz-Weiß, wie der Wettlauf zwischen Hase und Igel, schmunzeln oder in Omas Küche erleben, wie Bohnen per Handmaschine geschnippelt wurden, oder wie ein Frühstück in den schlechten Kriegsjahren mit "Schiebewurst" und "Blümchenkaffee" schmeckte. "Leider können diese Angebote immer nur einer begrenzten Personenzahl angeboten werden, da kein geeigneter Raum für Gruppen in Klassenstärke zur Verfügung steht. Aus dem gleichen Grund können auch keine Ausstellungen gemacht oder Veranstaltungen, wie erst kürzlich das Gespräch mit Zeitzeugen über ihre Schulzeit, in adäquater Um gebung angeboten werden", bedauert Bergen. Auch können besonders schöne und interessante Ausstellungsstücke, wie etwa eine seltene Schulbank, die erst kürzlich dem Schulmuseum geschenkt wurde, wegen Platzmangel nicht ausgestellt werden.

Die Besucherzahlen könnten noch weiter steigen, wenn das Schulmuseum nicht nur halbtags geöffnet wäre. "Aber", so Winfried Bergen, "uns fehlt das Personal, das unentgeltlich Aufsicht führt. Auch für die Registrierung, Gestaltung und der Restaurierung der Ausstellungsstücke werden noch Helfer gesucht. gro

Lesen Sie jetzt