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Entwurf für letztes Teilstück des Umbaus diskutiert

B 70

HEEK Wenn alles nach Plan läuft, kann der zweite Teil des Umbaus der B 70-Ortsdurchfahrt im Jahr 2012 beginnen. Doch das ist von einigen Faktoren abhängig, die die Gemeinde Heek nicht beeinflussen kann - zum Beispiel von der Frage, ob der Bund die entsprechenden Fördermittel dann dafür bereitstellt.

von Von Manfred Elfering

, 22.04.2010
Entwurf für letztes Teilstück des Umbaus diskutiert

Wie sollen die Radfahrer im Engpass Ludgeristraße zwischen Leuskesweg und Kirchplatz geführt werden? Diese Frage ist ein Knackpunkt des zweiten Bauabschnitts.

In der kombinierten Sitzung des Rates und des Planungsausschusses am Mittwochabend ging es zunächst darum, den ersten Vorentwurf für den Ausbau zu begutachten, um noch im Frühjahr die Förderanträge auf den Weg bringen zu können.

Die drei Hauptvorgaben der Planung, die Robert Gröschke im Rahmen seiner Diplomarbeit an der FH Münster erstellt hat, umriss Bürgermeister Ulrich Helmich so: Der Ausbaustandard des ersten Bauabschnitts soll übernommen und weitergeführt werden, die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer einschließlich Querungshilfen genießt absoluten Vorrang und die innerörtlichen Wegebeziehungen sind besonders zu berücksichtigen.

Die besondere Herausforderung im Unterschied zum ersten Teilstück besteht beim zweiten Abschnitt in der Enge und Kurvigkeit der Straßenführung im alten Ortskern. Der von Mathias Pennekamp (Bauamt) vorgestellte Planungsentwurf sieht daher vor, ab dem Übergang vom Leuskesweg aus die Radfahrer auf so genannten "Schutzstreifen" beidseitig über die Fahrbahn zu führen, bis sie nach etwa 80 Metern im Bereich "Kanzlei" (Hausnummer 17) wieder auf das Hochbord und den kombinierten Geh- und Radweg wechseln können - eine Führung, die im Plenum kontrovers diskutiert wurde. Politiker wie Zuhörer (in einer Sitzungsunterbrechung) sorgten sich um die Sicherheit der Radfahrer im Begegnungsverkehr der Kraftfahrzeuge. Vertreter des Landesbetriebs Straßen verwiesen auf die Erfahrungen mit diesem Modell im Bereich Brinkstraße/Ahler Straße.

Im weiteren Verlauf der ausgebauten Ortsdurchfahrt sind zwei lang gestreckte Mittelinseln vorgesehen - eine im Bereich Kirchplatz/Markt mit jeweils barrierefreien Querungshilfen und eine weitere zum neuen Kreisverkehr hin, der das Ausbaustück an der Einmündung Legdener Straße (L 574) abschließt.

Folgende Anregungen flossen in die Diskussion ein: die Fußgängerampel an der Querung zum Kirchplatz im Hinblick auf Senioren und Kinder beizubehalten (Franz Epping/ CDU); öffentliche Parkplätze einzurichten, wenn die Geschäfte an der Ludgeristraße nicht mehr direkt angefahren werden können (Hermann-Josef Schepers/ SPD); die Radfahrer auch im Engpass wie gehabt mit auf dem Hochbord-Gehweg fahren zu lassen, auch wenn dieser schmaler als sonst üblich werde (Bernhard Probst/ sachkundiger Bürger).

Bürgermeister Helmich sagte zu, all diese Vorschläge mit in die Abwägung einfließen zu lassen, die Frage der Verkehrssicherheit werde eigens in einem "Audit" geprüft, bevor der Rat über den Planungsentwurf entscheidet.