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Feuerwehrleute werden während des Einsatzes beleidigt

Beleidigung

Die Feuerwehrleute des Löschzugs Alstätte mussten sich beim Einsatz in Alstätte gegen Anfeindungen wehren. Was war der Auslöser?

Ahaus/Alstätte

von Mareike Katerkamp

, 08.11.2018

Eigentlich waren die Mitglieder des Löschzugs Alstätte der Freiwilligen Feuerwehr nur gekommen, um zu helfen: Sie sollten vergangene Woche als Tragehilfe bei einem Einsatz an einer Einrichtung für Betreutes Wohnen dienen. Doch anscheinend passte das nicht allen Anwohnern.

Ein Nachbar habe sie mit einer deutlich beleidigenden Wortwahl unter anderem gefragt, warum sie denn mit so vielen Leuten ankämen, wo doch schon die Rettungskräfte vor Ort seien, sagte Stephan Ellerkamp, der an dem Tag für den Löschzug als Einsatzleiter aktiv war. Zuvor war der Vorfall in dem Netzwerk Facebook diskutiert worden.Beirren ließen sich die freiwilligen Helfer bei ihrer Arbeit dadurch nicht. Eine Entschuldigung habe es jedoch nicht gegeben.

Besorgniserregende Umfrage

Laut einer Umfrage der Beamtengewerkschaft Komba, die NRW-Innenminister Herbert Reul Anfang des Jahres veröffentlichte, werden Menschen im Rettungsdienst oder bei der Feuerwehr immer öfter selbst Opfer körperlicher oder verbaler Gewalt. Dabei gaben 92 Prozent der Notärzte, Sanitäter und Rettungsassistenten in NRW an, mindestens einmal im Dienst beleidigt geworden zu sein. 75 Prozent berichteten von körperlichen Übergriffen wie Treten und Spucken. Für die Feuerwehrkräfte in Alstätte war der Vorfall ein Novum. „So eine Beleidigung war das erste Mal für uns“, sagte Ellerkamp.

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