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Gewerbeflächen für rund 68 Firmen fehlen aktuell in Ahaus

Wirtschaft in Ahaus

Die Stadtverwaltung muss ansiedlungswillige Unternehmen vertrösten, weil keine Gewerbeflächen vorhanden sind. 2019 soll sich die Lage durch das neue Gewerbegebiet Ahaus Ost II entspannen.

Ahaus

, 10.10.2018
Gewerbeflächen für rund 68 Firmen fehlen aktuell in Ahaus

Noch ist der Weg zur Erweiterung des Gewerbegebietes „Ahaus-Ost II“ versperrt. Die Erschließung ist Ende des Monats abgeschlossen. © FOTO: Christian Boedding

Das Positive: Dutzende Firmen zieht es nach Ahaus. Das Negative: Es fehlt an Gewerbeflächen. „Insgesamt gibt es Anfragen von 38 Unternehmen, die sich allein in Ahaus ansiedeln möchten“, informierte Beigeordneter Georg Beckmann am Montagabend den städtischen Wirtschafts-Ausschuss. Der Flächenbedarf der Unternehmen reiche von 1000 Quadratmetern bis zu einem Hektar (10.000 Quadratmetern). Aktuell frage die Verwaltung die Ernsthaftigkeit einer geplanten Ansiedlung ab. „Da sind Bewerbungen dazwischen, da muss man sich fragen, ob ein Ingenieurbüro zwingend in ein Gewerbegebiet gehört. Das kann man auch an anderer Stelle platzieren.“

Vormerkliste der Stadt

Für den Ortsteil Wüllen stehen sechs Unternehmen auf der Vormerkliste der Verwaltung für eine Ansiedlung, für Wessum sind es neun Firmen, für Ottenstein sechs Firmen und für Alstätte noch mal neun. Macht insgesamt 68 ansiedlungswillige Unternehmen. Das Problem: „Uns steht in Ottenstein noch eine Gewerbefläche zur Verfügung. Alles andere ist weg“, erklärte Georg Beckmann.

Abhilfe soll das neuen Gewerbegebiet „Ahaus-Ost II“ in Ammeln bringen. Dort investiert die Stadt 3,3 Millionen Euro in die Erschließung der 27 Hektar großen Erweiterung des bestehenden Gewerbegebietes. Georg Beckmann: „Die Erschließung ist so weit abgeschlossen. Die Abnahme wird Ende des Monats erfolgen.“ Gut möglich, dass schon Anfang 2019 die ersten Firmen mit dem Bau beginnen können.

Die Verwaltung hat bereits die erste Runde mit interessierten Bauwilligen geführt. Der Bedarf habe doch etwas überrascht, erklärte der Beigeordnete. Es gelte nun in Erfahrung zu bringen, ob der gemeldete Bedarf tatsächlich vorhanden sei. „Wir wollen möglichst vielen Unternehmen die Möglichkeit geben, dort ansässig zu werden.“

Normenkontrollklage

Georg Beckmann äußerte sich auch zur noch anhängigen Normenkontrollklage eines Landwirts gegen die die Erweiterung des Gewerbegebietes. „Wir warten auf eine Terminierung des Oberverwaltungsgerichts. Mehr ist noch nicht passiert.“ Wie lange es bis zu einer Verhandlung dauern könne, darüber lasse sich nur spekulieren. „Das Oberverwaltungsgericht lässt sich nicht dazu aus, wann es gedenkt zu terminieren. Für die Stadt sei das eine Situation „ohne Netz und doppelten Boden. Wir haben keine verlässliche Zeitplanung.“

Wie sich das Klageverfahren auf die Vermarktung der Gewerbeflächen auswirke, wollte Andreas Dönnebrink (SPD) wissen. „Wäre das eine Vermarktung ohne Rechtssicherheit?“ Beigeordneter Georg Beckmann beruhigte: es sei kein gerichtliches Eilverfahren. „Insofern ist der Bebauungsplan zunächst rechtskräftig. Wir können auf Anhieb an die Vermarktung der Flächen gehen.“

Nachbessern

Wenn das Oberverwaltungsgericht überhaupt zu Lasten der Stadt entscheide, „dann würde das in aller Regel darin enden, dass der Bebauungsplan nachgebessert werden muss“, sagte Georg Beckmann. „Auch das würde uns von der Vermarktung nicht abhalten.“ Hubert Kersting (UWG) regte an, interessierten Firmen künftig regelmäßig einen Newsletter über vorhandene Gewerbeflächen in Ahaus zu schicken.

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