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"Grundlage für Integration ist die deutsche Sprache"

Schlossgespräch

AHAUS Ali Ertan Toprak will die zweite deutsche Einheit. Eine Einheit, für die zwar keine echte Mauer aus Stein fallen muss, aber eine, die in vielen Köpfen noch existiert. Ali Ertan Toprak will Integration. Wie das funktionieren könnte, erklärte er beim Schlossgespräch im Fürstenbergsaal.

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 21.04.2010
"Grundlage für Integration ist die deutsche Sprache"

<p>Ali Ertan Toprak. <p></p></p>

Toprak wurde in Ankara geboren. Im Alter von zwei Jahren kam er mit seiner Familie nach Hamburg, zog später nach Recklinghausen. Er sei bekennender Deutscher und bekennender Alevit, wie er mehrfach betonte. Die Gruppe der türkischstämmigen Migranten brächte oft eine schlechte Schulbildung mit und schlechte Sprachkenntnisse. Dennoch hoffe er auf eine positive Integration.Grundgesetz muss vor Scharia stehen

"Die erste deutsche Einheit ist geschafft. Positiv wäre es, wenn auch die zweite deutsche Einheit mit den Migranten gelänge. Wir müssen gemeinsam klären, wie wir miteinander leben wollen", erklärte er. Grundlage sei die gemeinsame Sprache, die nur Deutsch sein könne, Chancengleichheit in der Bildung und das Beachten des Grundgesetzes vor der islamischen Scharia.

Toprak empfindet es als "symbolische Ausbürgerung", wenn er mit seinem türkisch-kurdisch-alevitischen Hintergrund immer wieder auf seine Herkunft zurückgeführt werde. Viele junge, gut ausgebildete Türken gingen deshalb in die Türkei zurück, weil sie sich hier nicht akzeptiert fühlten, fügte er den Fragen des Publikums hinzu.

Ein Drittel der türkischstämmigen Migranten in Deutschland sind Aleviten, verteilt auf 125 Gemeinden. In fünf Bundesländern wird mittlerweile alevitischer Religionsunterricht erteilt, so Toprak.