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Helga Schwarzendahl-Wilken will Kirche erlebbar machen

Interview

HEEK Jeden Mittwochvormittag steht die Tür zur evangelischen Magdalenen-Kirche offen. Neben einem Büchertisch im Foyer steht Helga Schwarzendahl-Wilken und heißt die Gäste willkommen - egal, ob evangelisch, katholisch oder gar nicht religiös.

von Interview von Sylvia Lüttich-Gür

, 07.04.2010
Helga Schwarzendahl-Wilken will Kirche erlebbar machen

Helga Schwarzendahl-Wilken am Büchertisch, der zum Stöbern einlädt.

Alle sind eingeladen zur Buchausleihe und zum Gespräch. Über dieses Angebot der offenen Tür hat die Heekerin mit Sylvia Lüttich-Gür gesprochen.

Seit Ende vergangenen Jahres, ich glaube seit Oktober.

Zugegeben, es könnten noch mehr kommen. Vielleicht liegt es an der Baustelle hier an der B 70, dass manchem der Weg etwas zu beschwerlich ist. Aber auf die Zahl der Besucher kommt es mir auch gar nicht an.

Darauf, dass man überhaupt ins Gespräch kommt Manche, die kommen, möchten sich tatsächlich nur ein Buch ausleihen, andere freuen sich aber auch über ein Gespräch über Gott und die Welt.

Wir möchten eine offene, lebendige Gemeinde sein - und dazu passen Angebote, die den Glauben erfahrbar machen. Da mir persönlich Bücher viel bedeuten, habe ich das Gesprächsangebot mit der Ausleihmöglichkeit kombiniert. Viele Bücher gehören mir.

Schon, aber ich mache das gerne. Außerdem bin ich im Moment nicht berufstätig, da ich mich als früh verwitwete Mutter bewusst dafür entschieden habe, zu Hause zu bleiben und meine vier Kinder zu erziehen.

Sie registrieren es interessiert, aber ich kann nicht sagen, dass sie es teilen. Vielleicht kommt das noch. Sie gehören auch nicht zu den regelmäßigen Gottesdienstbesuchern. Aber das hat auch damit zu tun, dass der Sonntagsgottesdienst schon um 9 Uhr beginnt - nichts für Langschläfer. Um Kirche auch für die Jugend erlebbar zu machen, müssen wir noch aktiver werden. Ich wünsche mir etwa Gottesdienstangebote am Abend speziell für junge Leute.

Nein, gar nicht. Ich bin erst vor vier Jahren konvertiert. Damals habe ich viele Gespräche mit dem damaligen evangelischen Pfarrer hier geführt - ganz auf Augenhöhe. Offen konnte ich auch Kritik und Zweifel äußern. Diese Unterhaltungen haben mir einen neuen Zugang ermöglicht zur frohen Botschaft, an der ich mich jetzt in der evangelischen Kirche näher fühle.

Ohne dass es jetzt zu feierlich klingen soll: Der Mann von Nazareth ist mir wichtig, und die Kirche ist der Raum und ist die Gemeinschaft, die ihn erfahrbar macht.

Klein zu sein, ist manchmal sogar ein Vorteil. Wie familiär es bei uns zugeht, welche Geborgenheit unsere Gemeinde vermitteln kann, bestätigen uns immer wieder Familien, die uns kennen lernen.