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Hundehalter aus Alstätte fürchtet, dass sein Hund einen Giftköder gefressen hat

Anzeige gegen Unbekannt

Hundehalter Günther Engelbert geht davon aus, dass jemand in Alstätte Giftköder ausgelegt hat. Nicht zum ersten Mal. Die Polizei ist sich da nicht so sicher, rät aber trotzdem zur Vorsicht.

Ahaus

, 06.10.2018

Rico geht es zum Glück wieder besser. Der zwei Jahre alte Tibet-Terrier von Günther Engelbert fraß vermutlich ein vergiftetes Stück Fleischwurst. Davon geht sein Herrchen fest aus. Es war am Mittwoch, dem Tag der Deutschen Einheit, als der Alstätter mit seinem Hund im Bereich Kolbestraße in Alstätte spazieren ging. Rico wühlte an einer Baumscheibe die Fleischwurst aus.

Anzeige erstattet

Günther Engelbert konnte nicht verhindern, dass sein Hund ein Stück davon fraß. „Den Rest des Tages war Rico nicht mehr zu gebrauchen. Er schlief nur. Und wenn er lief, dann ‚wie besoffen‘“. Gott sei Dank habe Rico wohl nur wenig von dem Köder gefressen, sagt der Hundehalter. Mittlerweile gehe es dem Vierbeiner besser. Günther Engelbert meldete den Vorfall bei der Polizei und erstattete Anzeige gegen Unbekannt. Auch wenn er weiß, dass Täter, die Giftköder auslegen, nur in den seltensten Fällen gefasst werden. „Wenn man gar nichts macht und das nicht meldet, dann passiert auch nichts.“

Günther Engelbert lieferte bei der Polizei auch den Rest der Fleischwurst ab. „Falls sie noch auf Gift untersucht wird.“ Der Alstätter hat keinerlei Verständnis für das Vorgehen der „Hundehasser“, sieht aber einen Punkt durchaus kritisch: Auf manchen Wegen in Alstätte läge einfach zu viel Hundekot. Da seien die Hundehalter in der Pflicht, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu entsorgen, sagte er am Freitag im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. „Wir können weder dementieren, noch bestätigen, dass es sich um einen Giftköder gehandelt hat“, erklärte am Freitag Thorsten Ohm von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde. Das von Günther Engelbert vorgelegte Stück Fleischwurst sei noch nicht toxikologisch untersucht worden.

Die von Günther Engelbert geäußerte Vermutung, dass in Alstätte zwischen B 70 und Ottensteiner Damm schon des Öfteren Giftköder ausgelegt worden seien, kann die Kreispolizeibehörde nicht bestätigen. „Das ist nicht an der Tagesordnung“, erklärte Thorsten Ohm. „Im Kreis Borken nicht und erst recht nicht in Ahaus.“ Eine Häufung von Vorkommnissen für den Bereich Ahaus gebe es nicht.

Zwei Hundehalter erstatteten bislang im Jahr 2018 Anzeige gegen Unbekannt. Zuletzt waren im Mai an der Wüllener Straße vergiftete Frikadellen auslegt worden. Im März lagen Giftköder in einem Waldstück in Ottenstein-Hörsteloe aus. Über den Jahreswechsel kämpfte eine Boxerhündin in Alstätte mit dem Tod. Damals vermuteten die Hundehalter, dass jemand Giftköder über einen Zaun auf ihr Grundstück geworfen hatte oder bewusst ablegte – ebenfalls an der Kolbestraße.

Mehrere Fälle

Aus dem Jahr 2017 sind drei Fälle aus Hörsteloe, aus Ahaus und dem Ortsteil Ottenstein bekannt, dass Hunde vergiftete Köder fraßen. Die Polizei rät allen Hundehaltern, vor allem im Außenbezirk den Hund immer an die (kurze) Leine zu nehmen und sie nichts Unbekanntes fressen zu lassen.

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