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Im Schloss werden die Fenster ausgewechselt

Modernisierung

AHAUS „Wir freuen uns, dass wir endlich die 60 Jahre alten, undichten Fenster des Schlosses austauschen können, um dem Objekt auch als wichtiger Bildungseinrichtung gerecht zu werden“, Hubert Grothues, Leitender Kreisbaudirektor, zeigte sich zufrieden beim Auftakt der Sanierungsarbeiten am Donnerstag.

von Von Manfred Elfering

, 02.04.2010
Im Schloss werden die Fenster ausgewechselt

Stefan Weiß (Technische Akademie Ahaus), Leitender Kreisbaudirektor Hubert Grothues, Ralf Schmitz (Betriebsleiter Terhalle), Norbert Pesenacker (Arbeitsvorbereitung Terhalle), Benedikt Völker (Kreisbetrieb Straßen, Gebäudewirtschaft, Grünflächen) und Hermann Wansing (Berufsbildungsstätte Westmünsterland) begleiteten den Auftakt der Arbeiten am Schloss.

Zwar sollten die Arbeiten schon früher im Jahr beginnen, doch der lange und strenge Winter verhinderte dies. Dringend erforderlich ist die Maßnahme schon seit Jahren, denn Wind und Wasser haben den Fenstern über die Jahre arg zugesetzt – ein Fall für das Konjunkturpaket II der Bundesregierung, das ausdrücklich für energetische Sanierungsvorhaben besonders an öffentlichen Gebäuden vorgesehen ist. Das Paket deckt die vollständige Finanzierung von rund 400.000 Euro ab. Konkret werden sämtliche alten Fenster jetzt durch moderne, hochwärmegedämmte Fenster ersetzt, die wie ihre Vorgänger aus Holz gefertigt sind. Der ursprüngliche Stil der Kassettenfenster mit Sprossen soll auf jeden Fall beibehalten werden, moderne Isolierverglasung wird für die nötige Dichtigkeit sorgen. Dafür stehen die Profis der Firma Terhalle aus Ottenstein, die mit der Ausführung beauftragt sind.

Die Zahl der auszutauschenden Fenster beläuft sich auf 535 Stück, die gesamte Fensterfläche umfasst 580 Quadratmeter. Und dass das Ahauser Schloss anschließend weniger barock als bislang erscheint, ist ausgeschlossen: „Die Maßnahmen sind mit der Denkmalpflege abgestimmt. Optik und Charme des Gebäudes werden erhalten bleiben“, erklärte Grothues dazu. Mittelfristig verspricht sich der Kreis davon auch erhebliche Kosteneinsparungen. Die alten Fenster stammen noch aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg und entsprechen in keiner Weise aktuellen energetischen Standards. Die Sanierung werde daher die Energiekosten senken und somit auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sind die Verantwortlichen überzeugt.

Damit die Arbeiten, die im Juni abgeschlossen sein sollen, den Weiterbetrieb der Bildungseinrichtungen und sonstigen Aktivitäten im Barockschloss möglichst wenig beeinträchtigen, ist eigens ein Ablaufprogramm in enger Abstimmung mit der Technischen Akademie Ahaus festgelegt worden.