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Jugendbuchautor Boris Pfeiffer las aus „One Night Stand“ im Rahmen des „Welt-Aids-Tages“ vor

Aids immer noch Thema

Aids ist immer noch ein Thema, das einen festen Platz in der Gesellschaft und im Bewusstsein der Menschen haben sollte. Das meint der Kinder- und Jugendbuchautor Boris Pfeiffer. Anlässlich des gestrigen Welt-Aids-Tages stellte der Autor in der Ahauser Stadtbibliothek sein Werk "One Night Stand" vor.

AHAUS

, 01.12.2015
Jugendbuchautor Boris Pfeiffer las aus „One Night Stand“ im Rahmen des „Welt-Aids-Tages“ vor

Der Kinder- und Jugendbuchautor Boris Pfeiffer (2.v.l.) las aus seinem Buch mit dem Titel „One Night Stand“ im Rahmen des „Welt-Aids-Tages“ für Jugendliche aus weiterführender Schulen in der Ahauser Stadtbibliothek vor.

Rund 150 Schüler weiterführender Schulen waren zu den zwei Lesungen von jeweils rund 90 Minuten eingeladen, um sich Auszüge aus der Geschichte "One Night Stand" anzuhören.

"Mit Aids infiziert?"

In der Erzählung spielt ein 16-jähriger Jugendlicher die Hauptrolle, der auf einer Feier "tanzt und kifft und trinkt" und am nächsten morgen nicht mehr weiß, wie das überhaupt passieren konnte: "Er hat mit einem Mann geschlafen - ohne ein Kondom zu benutzen. Hat er sich mit Aids infiziert?", heißt es dazu in der Beschreibung des Buches. "Das Thema ist verflucht heiß und keiner geht ran", erklärt Pfeiffer, dass er ganz bewusst über die sexuelle Erfahrung von jungen Männern mit anderen jungen Männern geschrieben hat.

Mit der Erzählung will der Autor ein Thema aufgreifen, dass Jugendliche beschäftige. "Sie reden nicht darüber, aber es interessiert sie", weiß Pfeiffer aus Erfahrung. "Man muss solche Bücher an die Jugendlichen heranbringen".

Wichtiges Thema

Dass er ein Vorurteil bedient, nämlich die Angst davor, beim Geschlechtsverkehr mit einem Jungen mit Aids angesteckt zu werden, sei ihm klar. Das Ganze anzusprechen, sei ungeheuer wichtig, mehr denn je. "Die Thematik ist da, heute genauso wie früher. Aids ist immer noch eine tödliche Krankheit", will Pfeiffer mit Irrglauben und Gerüchten aufräumen.

In den Köpfen, gerade von Jugendlichen, herrschten viele Klischees. Von der Legende, dass Aids heutzutage heilbar sei über das Märchen, dass man mit der Einnahme einer kleinen Tablette ein normales Leben bei einer Infektion führen könne bis hin zum Gemunkel, dass die Anti-Baby-Pille vor Aids schütze, seien Jugendliche denkbar unaufgeklärt. Viele seien durch Eigenrecherche im Internet falsch informiert. "Es gibt so wenig Wissen, wir müssen das Thema Aids wieder bewusst machen", so Pfeiffer.

Deutschlandweit gibt es jedes Jahr 3500 Neuinfektionen mit der Krankheit Aids, die Tendenz sei zudem wieder steigend.

 

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