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„Kahlschlag“ im Gehölz soll der Natur helfen

Gefällte Bäume schrecken Ahauser auf

An vielen Orten in Ahaus und seinen Ortsteilen entdecken Bürger aktuell aufgeschichtete Sträucher, Äste und gar Stämme. Dafür gibt es Gründe.

AHAUS

, 23.02.2018
„Kahlschlag“ im Gehölz soll der Natur helfen

Wie hier im Freizeitgelände in der Ork entdecken Bürgerinnen und Bürger aktuell aufgeschichtete Äste und Sträucher. Was wie ein „Kahlschlag"“ anmutet, ist begründet. Der traditionelle Rückschnitt muss bis Ende Februar passieren. © Markus Gehring

Äste und Sträucher, zum Teil auch ganze Bäume fallen in Ahaus und in den Ortsteilen derzeit der Motorsäge zum Opfer. Teils mit gutem Grund beim regelmäßigen Baumschnitt, teils aus besonderem Grund bei notwendigen Fällarbeiten. Der regelmäßige Rückschnitt erhalte die Funktion vieler Gehölze und sorgt für einen vitalen Baum- und Strauchbestand in Ahaus und seinen Ortsteilen. Das erklärt Anna Reehuis, Pressesprecherin der Stadt Ahaus, auf Nachfrage. „Wegen der Brut- und Nistzeiten vieler Vögel findet von Anfang Oktober bis Ende Februar daher die Gehölzpflege statt“, ergänzt sie. Beim normalen Gehölzrückschnitt, dem sogenannten „auf den Stock setzen“, werden viele Gehölze auf 10 bis 20 Zentimeter zurückgeschnitten, damit sie neu austreiben und vitale Triebe bilden können.

Hecken verjüngen sich nach Rückschnitt

„Die frisch gepflegten Flächen – wie im Freizeitgelände in der Ork – sehen für einen Außenstehenden auf den ersten Blick vielleicht nach ‚Kahlschlag‘ aus. Der Rückschnitt hilft der Natur jedoch dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen“, betont sie nach Rücksprache mit dem zuständigen Baubetriebshofleiter, Bernd Sundermann. Schon nach relativ kurzer Zeit bildeten sich neue Triebe, und es ergebe sich ein ganz anderes Bild. „Viele Anwohner begrüßen die regelmäßigen Baumpflegearbeiten, sie profitieren zum Beispiel von mehr Sonne in den Privatgärten und einem vitalen Baumbestand“, berichtet Bernd Sundermann. Der Bauhof arbeite eng mit den Bürgern der Stadt zusammen. So wurden über das Online-Anliegenmanagement „Sag’s uns“ schon viele Hinweise entgegengenommen und bearbeitet. Auch die Münsterland Zeitung hatten in dieser Woche einige Hinweise und Anfragen von Lesern zu gefällten Gehölzen erreicht.

20 neue Bäume werden gepflanzt

Parallel zum Baumschnitt mussten in Ahaus auch Bäume weichen. Für die im Sommer geplanten Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt an der Fuistingstraße müssen drei Bäume gefällt werden. Die Arbeiten auf der Nordseite der Fuistingstraße wird der Bauhof durchführen. Auf dem Straßenabschnitt zwischen dem Kreisverkehr am Stadtpark und dem Kusenhook werden auf beiden Seiten die Radwege verbreitert und neue Grünstreifen als Abgrenzung zur Fahrbahn angelegt.

Im weiteren Straßenverlauf werden im Anschluss etwa 20 neue Bäume gepflanzt. Der Umbau der Fuistingstraße soll die Verkehrssicherheit, insbesondere für die Schülerinnen und Schüler, zu Fuß und mit dem Rad verbessern. Wie die Rückschnittarbeiten werden diese Arbeiten wegen der Brut- und Nistzeiten vieler Vögel im Frühjahr noch bis Ende Februar durchgeführt. Weitere Baumfällarbeiten am Ottensteiner Weg/Raiffeisenstraße und auch im Bereich Alte Weiden waren notwendig, da die Bäume zu nah an unterirdisch verlaufenden Wasserversorgungsleitungen sowie an Hochspannungsleitungen waren.

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