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"Keine Auffälligkeiten"

Ahaus In Ahaus erkranken Kinder nicht häufiger an Krebs als anderswo im Münsterland. Dies haben erste Auswertungen des Krebsregisters NRW in Münster ergeben.

19.12.2007

"Insgesamt finden wir für den Zeitraum von 1995 bis 2004 keine Häufung von Krebserkrankungen allgemein oder speziell Leukämien in den Altersgruppen von null bis unter fünf Jahre im Vergleich zum Regierungsbezirk Münster". Diese Auskunft des Krebsregisters hat Bürgermeister Felix Büter am Dienstagabend dem Rat mitgeteilt. Auf Anfrage der Münsterland Zeitung hat der Epidemiologe Dr. Klaus Kraywinkel gestern konkrete Ergebnisse der ersten Auswertung genannt.

Danach habe es in den zehn Jahren des untersuchten Zeitraums in Ahaus bei durchschnittlich 2619 Kindern im Alter von null bis fünf Jahren sechs Krebsfälle gegeben. Im Vergleich zum Durchschnitt des Regierungsbezirks seien 5,8 Krebsfälle zu erwarten gewesen. Kraywinkel: "Nach unseren Erhebungen kommen pro Jahr 22 Krebsfälle auf 100 000 Kinder." Drei der sechs in Ahaus erkrankten Kinder litten unter Leukämien, einer besonderen Form der Krebserkrankung. Statistisch wären 2,2 Fälle zu erwarten gewesen. Kraywinkel: "Nach diesen Zahlen kann man für Ahaus nicht von einer Häufung von Krebsfällen sprechen. Es gibt keinerlei Auffälligkeiten."

Aussagekraft begrenzt

Allerdings sei auch die Aussagekraft dieser Statistik begrenzt. "Darum werden wir unsere Untersuchungen fortsetzen. Nun sollen auch die Zahlen für die Gemeinden Heek und Legden ausgewertet werden. Mit Hilfe des Kinderkrebsregisters in Mainz wollen wir zudem weiter als zehn Jahre zurückgehen." Die Daten des Kinderkrebsregisters reichen bis in das Jahr 1980 zurück. Abstimmungsgespräche mit den Epidemiologen des Kinderkrebsregisters, so Kraywinkel, seien für Anfang Januar geplant. Mit weiteren Ergebnissen rechne er ab Ende Januar.

www.krebsregister.nrw.de www.kinderkrebsregister.de

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