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Kirchenraum hat neue Achse

Wessum Zufrieden wirkt er, wie er vom Taufstein durch den Mittelgang auf den Altar blickt - stets im lockeren Plausch mit den Handwerkern, die letzte Anstricharbeiten verrichten. Keine Frage: Pfarrer Walter Dertmann scheint sich sichtlich in seiner "neuen" Kirche wohl zu fühlen.

19.10.2007

Vier Monate arbeiteten Handwerker Hand in Hand, um nun planmäßig die Renovierungs- und Umgestaltungsmaßnahmen in der Wessumer St. Martinus-Pfarrkirche abzuschließen.

Ein Rückblick in die Geschichte: Fast drei Jahrhunderte lang feierten die Christen Gottesdienste in Privathäusern, es gab noch keine Kirchen. Daran fühlt man sich zurückerinnert, wenn man mit den Wessumer Gemeindemitgliedern spricht.

"Für uns ist die Kirche wie ein Wohnzimmer", haben diese Pfarrer Dertmann stets gesagt. Und in diesem können Ruhe und Nähe zu Gott nun noch intensiver erlebt werden - unterstützt von den baulichen Veränderungen. Denn: Insgesamt bringen sie den Charakter der Kirche als "offenes Haus" mehr als zuvor zum Ausdruck.

So wurde in den ursprünglichen Durchbruch im Turm am Kopf der Kirche eine Tür mit Buntglas eingefasst, durch die der Kirchgänger direkt auf die Mittelachse der Kirche geleitet wird. Auf dieser stößt er unweigerlich auf den Taufstein, der nun im Zentrum einer Wegekreuzung in der Mitte des Kirchraums steht und auf den Altar weist als Symbol des engen Zusammenhangs zwischen Taufe und Abendmahl. Die freie Sicht gewährleistet der wieder geschaffene Mittelgang.

Die ehemalige Taufkapelle wurde in ein Beichtzimmer umgestaltet. Um beim Verkünden der Frohen Botschaft noch näher an der Gemeinde zu sein, ließ Pfarrer Dertmann den Ambo nach vorn versetzen; ein Evangeliar ermöglicht es im Gottesdienst nun, die Frohe Botschaft auch symbolisch sichtbar abzubilden.

Nicht zuletzt eine neue Lautsprecheranlage vereinfacht das Mitfeiern im "Zelt Gottes" enorm. Überzeugen kann sich die Gemeinde von dieser neuen Erfahrung während des Hochamtes am morgigen Sonntag um 10 Uhr, um während des anschließenden Gemeindefestes auf dem Kirchplatz erste Eindrücke von "ihrem Wohnzimmer" auszutauschen. Und: Für Pfarrer Dertmann wird das im Juli begangene Fest zum 40-jährigen Priesterjubiläum nun quasi vollendet. ms

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