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Klage gegen DOC-Erweiterung „wahrscheinlich“

Ausbaupläne in Ochtrup betreffen auch Ahaus

Die Bezirksregierung hat am Dienstagvormittag grünes Licht für die Erweiterung des Designer Outlet Centers Ochtrup (DOC) gegeben. Das könnte auch Auswirkungen auf den Einzelhandel in Ahaus haben.

Ahaus

, 12.06.2018
Klage gegen DOC-Erweiterung „wahrscheinlich“

Ein Blick in eine Einkaufsstraße des DOC Ochtrup. © picture alliance / dpa

Die Bezirksregierung räumt ein, dass durch die Erweiterung zwar Kaufkraft aus der Umgebung abgezogen werde. Diese Verluste stellen laut Bezirksregierung aber kein Hindernis für eine Genehmigung dar. Das wäre nur der Fall, würden sie zu städtebaulichen Beeinträchtigungen führen: Zum Beispiel, wenn die verbrauchernahe Versorgung in den Nachbarstädten gefährdet wäre.

Auf Nachfrage äußerte sich die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß am Dienstagnachmittag betont zurückhaltend. Schriftlich erklärte sie: „Wir werden uns vor einer Entscheidung zum weiteren Vorgehen mit den anderen betroffenen Kommunen abstimmen. Nach einer Einigung mit den beteiligten Kommunen, halten wir ein gerichtliches Vorgehen gegen die Genehmigung der Änderung des Flächennutzungsplans für die DOC-Erweiterung für wahrscheinlich.“

Abseits der gerichtlichen Wege stellen sich die Geschäftsleute in Ahaus auf die Erweiterung ein: „Dazu werden wir uns noch beraten“, sagt Petra Steingrube-Rittmann, Vorsitzende des Gewerbevereins.

Ahaus ist stark

Goldschmied Mathias Engels wird konkreter: „Wir müssen unsere Stärken, die wir in Ahaus ganz klar haben, noch weiter ausbauen“, sagt er. Mit dem Kaufhaus Berken, der beinahe vollständigen Belegung aller Ladenlokale in der Innenstadt und den unterschiedlichen Sortimenten sei die Stadt sehr gut aufgestellt. „Und ob die Menschen nun nach Ochtrup oder Oberhausen fahren oder im Internet einkaufen, können wir eh nicht verhindern.“ Umso wichtiger, dass die Stadt mit ihrem Angebot punkte.

Das DOC plant eine Erweiterung der Verkaufsfläche von derzeit 11.500 auf 19.800 Quadratmeter. Zusammen mit 17 anderen Kommunen aus dem Umfeld des DOC hatte Ahaus vor Jahren bereits angekündigt, gegen diese Erweiterungspläne vorzugehen. Diese Pläne waren erstmals 2015 bekannt geworden.