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Liebenden vergeht das Lächeln

Ahaus Romantik und Tragik pur bot die Ahaus Marketing & Touristik den Operettenfreunden: "Das Land des Lächelns" von Franz Lehár gastierte mit dem Operetten-Tournee-Theater Hannover und dem Orchester DUNA Budapest in der Stadthalle in Ahaus.

26.12.2007

Leider gönnten sich nur die Hälfte der erwarteten Besucher den Genuss der tragischen Liebesgeschichte kurz vor Weihnachten. Das Ensemble und die Musiker unter der Leitung von Matthias Wegele gaben dennoch alles.

1929 begann "Das Land des Lächelns" von Franz Lehár im Metropol-Theater in Berlin mit Richard Tauber in der Hauptrolle des Prinzen Sou-Chong seinen Siegeszug. Vorläufer war Lehárs Operette "Die gelbe Jacke", die mit der Uraufführung 1923 im Theater an der Wien in Wien einen Misserfolg landete. Komprimierter und konzentrierter, allerdings ohne Happy End wurde daraus das Erfolgswerk in drei Akten.

Von Wien nach China

Lisa (Adelheid Brandstetter), Tochter des Grafen Ferdinand von Lichtenfels (Alois Walchshofer), ist viel umschwärmter Mittelpunkt der Wiener Gesellschaft. Graf Gustav von Pottenstein, genannt Gustl (Andreas Sauerzapf) und der chinesische Prinz Sou-Chong (Daniel Zihlmann) werben um ihre Gunst. Sou-Chong heiratet sie. Er geht mit ihr nach China, wird zum Ministerpräsidenten ernannt und muss, nach der Sitte des Landes, vier Mandschu-Mädchen heiraten. Der Oheim des Prinzen Tschang (Alois Walchshofer) macht Lisa klar, dass ihre Ehe in China ungültig ist. Mit Hilfe von Gustl flieht Lisa aus dem Land. Mi (Martina Stuber), Schwester des Prinzen, und Sou-Chong bleiben mit ihrer unerfüllten Liebe in China zurück, gefangen in den Konventionen ihres Standes.

Prächtige Kostüme

Prachtvolle Kostüme in einer eher sparsamen Kulisse brachten den Glanz, aber auch die Zwänge des alten China auf eine Weise zum Ausdruck, in der eine Liebe zwischen chinesischen Herrschern und österreichischen Adligen keinen Platz hatte.

Die Liebende spielte und sang Brandstetter als Lisa herzzerreißend. Nicht minder eindrucksvoll füllte Daniel Zihlmann seine Rolle als Prinz aus, während Walchshofer in seiner Doppelrolle als Lisas Vater und furchteinflößender Oheim Tschang erst in der zweiten Rolle aufblühte. Ewig hilfsbereit und ewig liebend spielte Sauerzapf die Rolle des Gustl.

Komische Elemente kamen durch den Obereunuchen, gespielt von Martin Gesslbauer, und die Prinzenschwester Mi in die Handlung. Im Schlussapplaus durften sich alle Akteure baden. emk

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