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Menschen aus Eritrea danken Vestert-Realschülern

Hilfe für Brunnenbau

AHAUS Alte Männer mit weißen Gewändern, weißen Bärten und zerfurchten Gesichtern blinzeln auf einem ostafrikanischen Dorfplatz in eine Videokamera: "Ihr kennt uns gar nicht. Dennoch habt ihr an uns gedacht. Ihr habt uns geholfen. Wir können kaum glauben, dass es so etwas gibt."

von Von Stefan Grothues

, 28.04.2010
Menschen aus Eritrea danken Vestert-Realschülern

<p>Kidan Zerm-Ghebremariam (r.) berichtete gestern über Hilfsprojekte mit Ahauser Unterstützung in Eritrea.

Kidan Zerm-Ghebremariam hat gestern die Worte des Dankes für die Adressaten übersetzt: die Schülerinnen und Schüler der Realschule im Vestert. Die Krankenschwester aus Erkenschwick mit eritreischen Wurzeln ist seit vielen Jahren in Entwicklungsprojekten in Eritrea aktiv. Sie vermittelte der Realschule eine Partnerschule in Wekerti. Seither haben die Ahauser Schüler mehrmals Geld für das Dorf gesammelt, zuletzt im Herbst 2009 bei einem Aktionstag fast 16 000 Euro. Dass dieses Geld bereits jetzt gut investiert ist, zeigte Kidan Zerm-Ghebremariam gestern den Klassensprechern in einem Film, der im November beim Brunnenbau nahe Wekerti entstand. Strahlende Gesichter Der neue Brunnen in dem dürregeplagten Landstrich erspart den Frauen tägliche und viele Kilometer lange Fußmärsche. Die Ahauser Schüler zeigten sich von den Fortschritten tief beeindruckt, besonders auch von den strahlenden Gesichtern ihrer Partnerschüler aus Wekerti in der mit Ahauser Unterstützung frisch renovierten Schule.

Kidan Zerm-Ghebremariam stellte auch neue Überlegungen vor: für eine weiterführende Schule und für ein kleines Staudammprojekt, das mehr Ackerbau ermöglichen soll. Lehrer Markus Windmeier, einer der Initiatoren der Partnerschaft, freute sich über die Erfolgsberichte und über die neuen Aufgaben: "Die Schüler lernen dadurch die Zusammenhänge in der Welt besser zu ver- stehen.´"