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Menschliche Alltagsspuren von Theo de Feyters

Villa van Delden

AHAUS Frühere Kontakte hat Kulturamtsleiterin Dr. Margret Karras aufgefrischt, indem sie den Amsterdamer Künstler Theo de Feyter zu einer Ausstellung in der Villa van Delden einlud. "Wir haben uns in Syrien kennen gelernt. Zum Glück hat Herr de Feyter die Archäologie beiseite geschoben", sagte sie bei der Eröffnung der Ausstellung "Stadt - Land - Haus".

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 23.04.2010
Menschliche Alltagsspuren von Theo de Feyters

Dieses Tempera-Bild des Künstlers zeigt den Hof Beit Farhi in Damaskus. Es entstand im Jahr 2008.

Begeisterte Zuhörer fand der Kunsthistoriker Colmar Schulte-Goltz. Er markierte mit der Erklärung des Gattungsbegriffs "Vedutenmalerei" gleich die Inhalte. "Die Einbeziehung des Alltags gehört zum Leben", so Schulte-Goltz als stark vereinfachte Inhaltsangabe der Darstellungen von de Feyter. Deutlich spürbar ist die "akademisch geschulte Raumaufteilung", auf die er die Besucher mehrfach aufmerksam machte.Ausgrabungen in Syrien

Der 63-jährige De Feyter hat erst Kunst studiert an der Rijksacademie in Amsterdam, danach Altorientalische Archäologie und Sprachen. Er nahm an Ausgrabungen in Syrien teil. Dort fasste er den Entschluss, sich ganz der Kunst zuzuwenden. Syrien ließ ihn dennoch nicht los. 2003 lebte er längere Zeit in Syrien und im Libanon. Nur zwei Jahre vorher übersetzte der Altsprachler das Gilgamesch Epos ins Niederländische.

Die Faszination der alten Kulturlandschaften setzte er um in eindrucksvolle Temperabilder, in denen sich die heutige Atmosphäre antiker Stätten und Dörfer widerspiegelt. Für de Feyter sind es Zeugnisse, das er da gewesen ist. Er würde nie nach Fotos arbeiten. Für ihn zählt bei allen "Vedutenbildern" der direkte Eindruck, in denen der Mensch jedoch ausgesperrt bleibt. Er ist Betrachter von menschlichen Spuren, nicht mehr und nicht weniger.

  • Bis 16.5.2010, Öffnungszeiten Sa 14-18 Uhr, So/Feiertags 11-18 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon 02561/72321)