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Mit deftigem Humor zum Happy End

04.03.2008

Mit deftigem Humor zum Happy End

<p>Einige Last mit Frauen hat Jungbauer Heiner. Heisterborg</p>

Ahaus Die Plattdeutsche Bühne Ahaus gibt Einblicke in die komplizierten Sippenverhältnisse auf einem westfälischen Bauernhof. Im turbulenten Lustspiel "Verdreihte Verwandtschaft" gilt es, diese zu entwirren. Ensemblemitglied Martin Kock hat einen großen Wunsch: "Wir hoffen, dass wir dieses Jahr endlich ausverkauft sind."

Vorne im Publikum kommt man dieser Hoffnung schon ziemlich nahe. Alle Tische in der Ahauser Stadthalle sind voll besetzt. Um Punkt 15 Uhr weicht die Helligkeit aus den riesigen Kronleuchtern. Es wird still im Saal, und Maria Lenting, die die Magd Trina spielt, betritt die Bühne, um die Zuschauer zu begrüßen. Dann ist es soweit. Die Vorhänge lüften sich und geben den Blick auf die gute Stube des "Sten-Hofes" frei.

Dort leben der Jungbauer Heiner (Martin Kock), die Mägde Anna (Angelika Liesner) und Trina sowie Knecht Jochen - dargestellt von Josef Früchting, der trotz Grippeerkrankung auf der Bühne steht. Heiner ist hoffnungslos verschuldet. Zudem zehrt seine Verlobte Lore (Katrin Franke) an seinen Nerven, und Grundstücksmakler Speck (Johannes Endejann) sitzt ihm im Nacken. Da helfen auch keine Ratschläge von Nachbar Harm Klausen (Ulrich Früchting), der sich zudem in Anna verliebt hat.

Anna jedoch liebt heimlich Heiner, der von seinem Glück keine Ahnung hat. Die neugierige Zeitungsbotin Jule (Anneliese Honrath) macht die Verwirrung schließlich komplett. Den Zuschauer erwarten bis zum Happy End teils deftiger Humor und einige Überraschungen.

Das Ensemble hat bereits Anfang Oktober angefangen zu proben. Für die münsterländische Fassung des Schwankes ließen die Initiatoren einiges an Lokalkolorit einfließen. Hinter den Kulissen sind außerdem viele freiwillige Helfer beschäftigt, die sich um Requisiten und Kostüme kümmern. "Wir bekommen von überall Unterstützung", so Kock. 1996/97 errang das Ensemble den dritten Preis beim fünften niederdeutschen Theatertreffen.

Vor zwei Jahren, so erzählt Martin Kock, wurde ein Stück der Bühnentruppe sogar im Kabelfernsehen übertragen. Für die Zukunft sei ein Hörspiel fürs Radio geplant, natürlich auf Platt. Bis dahin können sich die Zuschauer noch zwei Mal an der verzwickten Geschichte von Heiner, Anna und ihrer Sippe erfreuen. alh

Für die Vorstellungen am kommenden Samstag und Sonntag, jeweils um 20 Uhr, gibt es noch Karten bei Bastel-Thiemann, im Schlemmerstübchen und bei Maria Lenting für sieben Euro.

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