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Nahkamp steht vor Ausbau

Ahaus Grünes Licht für die Änderung des Bebauungsplans im Bereich Nahkamp: Zwischen Coesfelder Straße und Adenauerring kann ein Investor nun neun neue Wohnhäuser errichten.

22.10.2007

Doch die Freude darüber ist nicht ungeteilt. Zwar werden die städtebaulichen Perspektiven für die Brachflächen der ehemaligen Spedition Önning und der Gärtnerei Kestermann im Prinzip allseits begrüßt, jedoch von den Anwohnern nur mit Einschränkungen: Sie fürchten eine Verminderung der Wohnqualität, einen unverhältnismäßig hohen Eingriff in die Naturbelassenheit der benachbarten Aa und nicht zuletzt vierstellige Anliegerbeiträge, die der jetzt notwendige erstmalige Ausbau der Straße auch für sie bedeuten würde.

Hubert Kersting (UWG) und Reinhard Horst (FDP) übten in der Ratssitzung Kritik an den Planungen. Sie seien unbefriedigend, so Kersting, weil die Aa einseitig betoniert werde. Die Anliegerinteressen seien zudem nicht ausreichend berücksichtigt worden, während dem Investor gleichzeitig ein "roter Teppich" ausgerollt worden sei.

Rudolf Enning-Harmann (CDU) dagegen betonte, dass die Stadt froh sein müsse, "dass hier ein Investor neuen Wohnraum schafft". Bürgermeister Felix Büter wies darauf hin, dass der Vorhabenträger freiwillig die Kosten für eine Lärmschutzwand im Bereich des Adenauerrings und für die Uferbefestigung alleine übernehmen wolle, obwohl auch diese Kosten auf die Altanlieger hätten umgelegt werden können. Zudem habe er privatrechtliche Verträge mit den Altanliegern angeboten, in denen er sich bereit erklärte, ein Drittel ihrer Erschließungskosten zu übernehmen. Dies sei allerdings von den Anwohnern abgelehnt worden. Grund für die Ablehnung, so Hubert Kersting, sei gewesen, dass die Anlieger auf weitere Rechtsmittel hätten verzichten sollen.

Der Technische Beigeordnete Michael Tacke wies darauf hin, dass die Anlieger nun beitragsmäßig so veranlagt würden, "wie jeder andere Bürger der Stadt auch".

Reinhard Horst schlug vor, die Entscheidung über den Satzungsbeschluss zu vertagen, so dass Anlieger und Vorhabenträger eine einvernehmliche Lösung finden könnten. Das jedoch lehnte die Ratsmehrheit ab. Thomas Vortkamp (CDU): "Die Planungen haben schon eine lange Historie. Es gab genügend Zeit für Gespräche. Ein weiterer Aufschub schafft keine neuen Perspektiven." Am Ende stimmten CDU, SPD, WGW und Grüne für den Satzungsbeschluss, UWG und FDP dagegen. gro

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