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Ottenstein knüpft Kontakte zu christlicher Gemeinde in Israel

Sari ist Botschafter

OTTENSTEIN Sari beugt sich über die Landkarte und fährt mit dem Zeigefinger übers Papier: "Da ist Fassuta". Vor knapp drei Jahren lernte der Ottensteiner Pfarrer Paul Ehlker bei einer Israelfahrt die St. Elias-Gemeinde in dem Städtchen kennen.

von von Annalena Haget

, 02.10.2010
Ottenstein knüpft Kontakte zu christlicher Gemeinde in Israel

Josef Terhalle schätzt den Ehrgeiz von Sari Ayoub.

Dazu gehört auch Sari Ayoub - ein ehrgeiziger, junger Mann mit klar gesteckten Zielen. Er will Arzt werden und hat bereits einen Studienplatz an der Universität Ulm in Aussicht. "Ich wollte eigentlich nach Deutschland kommen, um zu studieren, weil das in Israel nicht geklappt hat", gibt er zu. Pastor Ehlker, den Sari respektvoll "Vater Paul" nennt, griff ihm beim Start in seine Zukunft in Deutschland unter die Arme. "Das finde ich wichtig, die Solidarität der Christen untereinander", so Ehlker. Der Pfarrer war es auch, der ihm kurzfristig einen Job in der Holzbaufirma Terhalle besorgte. Saris Chef, Josef Terhalle, ist voll des Lobes für seinen Angestellten auf Zeit: "Der Junge ist fleißig und macht das schon ganz ordentlich", erzählt Terhalle. Erst seit einem Jahr lebt der Israeli mit arabischen Wurzeln in Deutschland. In Rekordzeit von nur neun Monaten hat er nahezu perfekt die deutsche Sprache erlernt. Dass die Ottensteiner Pfarrgemeinde sich bemüht, mit St. Elias eine Partnerschaft zu knüpfen, findet er prima. Schließlich ist er ein Stück weit Botschafter seiner Heimat.Ottensteiner nach Israel Gerade die Jugend in Fassuta sei stolz auf ihre christliche Religion, sagt Sari. "Du findest überall junge Leute, die Tätowierungen von einem Kreuz haben. Nur ich habe keine, ich werde Doktor und da ist das nicht so gut", grinst der sympathische 21-jährige. Die Ottensteiner KAB tritt am 13. Oktober eine zehntägige Reise nach Israel an. Unter anderem wird die Reisegruppe Fassuta besuchen und dort an einem Gottesdienst teilnehmen. Josef Osterhues, Reiseleiter der KAB, ist von der Idee einer israelischen Partnergemeinde begeistert. "Es ist ein beglückendes Gefühl, dass man zu dieser weltumspannenden Kirche dazugehört", sagt er. Auf den Studien,- und Begegnungsreisen der KAB sei es vor allem wichtig, sich als Mensch zu öffnen und Kontakte zu anderen Ländern, Völkern und Kulturen zu knüpfen. Franz-Josef Gerwing wird die Reisegruppe ins Heilige Land begleiten.Partnerschaft anbahnen Der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats überreicht vor Ort der St. Elias-Gemeinde eine Einladung nach Deutschland. Gerwing ist zuversichtlich, dass die Partnerschaftsanbahnung klappen wird. Er und Josef Osterhues freuen sich auf die Begegnung. Sari Ayoub verlässt Ottenstein bald in Richtung Ulm, hat aber versprochen, seine neuen Freunde in Ottenstein bald zu besuchen. 

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