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Pilz bedroht Buchsbäume auf Friedhof

Ahaus Gnadenlos fällt er über den Buchsbaum her, zerstört Blätter und Triebe. Auf seinem Feldzug durch Parkanlagen, Friedhöfe und Gärten im Münsterland lässt hat er auch Ahaus erreicht: "Cylindrocladium buxicola"

15.08.2007

Trotz seines komplizierten Namens hat er ein einfaches Ziel: Der Pilz sitzt an der Wurzelspitze des Buchsbaums, lässt sich von ihm mit Zucker versorgen. Ist die Pflanze gesund, kann sie jahrelang mit der Belastung leben, erklärt Holger Nennmann, Pflanzenschutzberater der Landwirtschaftskammer NRW. Bisher vor allem in England bekannt, schlug der Pilz im vergangenen Jahr erstmals massiv im Nordwesten Deutschlands zu, nun breitet er sich weiter aus. Auch nach Ahaus, darauf weisen der städtische Bauhof und die Friedhofsgärtner hin. "Regenfälle und Temperaturen um die 20 Grad boten dem Pilz anschließend ein optimales Klima", so der gelernte Gartenbauingenieur Nennmann. Die angegriffenen Pflanzen bieten dem Pilz zu wenig Zucker. Der Schädling dringt tiefer in die Wurzeln ein und verstopft sie. Die Blätter werden braun, Triebe bekommen schwarze Striche, beide fallen dann ab. Bald sterben ganze Äste. Was das bedeutet, können Besucher auf dem Ahauser Friedhof sehen. Allerdings überwiegen hier noch die gesunden, frisch grünen Pflanzen. Damit dies so bleibt, empfiehlt Ahauser Bauhofleiter Franz Bücker eine rasche vorbeugende Behandlung. "Hat der Pilz erst einmal mit seinem Zerstörungswerk begonnen, so ist die Pflanze nicht mehr zu retten." jaq/gro

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