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Pläne für Jutequartier vorgestellt - Bagger rollen im Herbst

Volksbank und Stadt

AHAUS Im Herbst rollen die Bagger an. Dann beginnt die Erschließung des Jute-Quartiers. Sobald sie komplett beendet ist - voraussichtlich zwischen März und Juni 2011 -, können die Häuslebauer loslegen. Schon jetzt beginnt die Vermarktung von 38 000 Quadratmeter Nettobauland durch eine gemeinsame Gesellschaft, die die Stadt Ahaus und die Volksbank Gronau-Ahaus, die beiden Eigentümer der Fläche, eigens dafür gegründet haben.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 15.04.2010

"Was lange währt, wird endlich gut", sagt Andreas Banger, Vorstandsmitglied der Volksbank, mit Blick auf den zehnjährigen Planungsprozess. Bürgermeister Felix Büter formuliert es etwas anders; "Wenn es wirklich gut werden soll, dann muss es wohl etwas länger dauern."

Und dass es gut geworden ist, daran lassen beide keinen Zweifel, als sie gestern das von Stadtplaner Heiner Farwick erstellte Bauherrenhandbuch für das neue Baugebiet im einst alten industriellen Herzen der Stadt vorstellen.

Nichts erinnert mehr daran dass auf dem Areal zwischen van-Delden-Straße, Parallelstraße und Aa das damals bedeutendste Unternehmen der Stadt fast 100 Jahre lang Jute produziert hat: "Alle Altlasten sind entfernt", so Farwick. Nah am Zentrum An die Stelle des morbiden Charmes der Industrie-Brache ist längst die Ausstrahlung einer nur 600 Meter vom Zentrum entfernten Idylle im Grünen getreten, Ideale Voraussetzungen, um einen hochwertiges Quartier zu schaffen, das den neuen Wohnansprüchen genügt - weg von Mehrfamilienhäusern mit langen Klingelschildern, aber auch von den Einfamilienhäusern mit riesigen Gärten. Vergessen sind die Pläne, einen großen Einzelhandelsbereich anzusiedeln oder exklusive Stadtvillen zu schaffen: An ihre Stelle ist eine differenzierte Wohnbebauung getreten.

Zweigeschossige Einzelhäuser - "ob als Ein- oder Zweifamilienhaus genutzt, ist egal", so Farwick -, miteinander verkettete Hausgruppen und Wohnhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten. Am neuen Quartiersplatz, den Wasserspiele und Bänke prägen werden, soll ein Gebäude für seniorengerechtes Wohnen entstehen, während die Gebäude entlang der Parallelstraße unten Platz für zeitgemäße Bürogebäude bieten. Erschlossen wird das Wohnquartier mit viel öffentlichen Grün durch ruhige Wohnstraßen und kurze Stiche.

Dass das ankommt, zeigt die Resonanz: Schon 70 Interessenten stehen auf der Warteliste, wie die Stadt mitteilt. Mit dem Partner Volksbank rechnet sie mit einer fünf-bis sechsjährigen Vermarktungsdauer. Auch hier gelte: "Nicht Eile, sondern Qualität zählt", so der Bürgermeister. Wir willen, das künftige Generationen sagen: Das haben die richtig gut gemacht."