Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Platz für fünf Millionen Liter

Ahaus Duschen, Blumengießen, Wäschewaschen: Bis zu acht Millionen Liter Trinkwasser verbrauchen die Ahauser - und das Tag für Tag, Tendenz steigend. Die Stadtwerke investieren jetzt 3,5 Millionen Euro in einen neuen Trinkwasserbehälter am Wasserwerk in Ortwick.

26.10.2007

Auf der Raiffeisenstraße stehen den in dieser Woche die Schwertransporter mit Betonfertigteilen Schlange. Die 126 acht bis elf Meter hohen Wandelemente wiegen zusammen 1350 Tonnen, die schwersten Einzelteile bis zu 23 Tonnen. Mit Hilfe zweier großer Mobilkräne werden die Wände montiert. Und Kräne erlauben auch einen Blick aus der Vogelperspektive auf den neuen Trinkwasserbehälter, der fünf Millionen Liter fassen wird. Aus 40 Metern Höhe ist auch gut zu erkennen, dass der ovalförmige Behälter eine Mitteltrennwand erhält, so dass beide Kammerhälften getrennt voneinander genutzt werden können. Der alte Trinkwassserbehälter wirkt geradezu klein gegenüber seinem neuen Nachbarn.

Wasserpreis steigt

Gespeist werden wird der neue Behälter ab April 2008 wie der bereits bestehende aus sechs Brunnen im Wassergewinnungsgebiet Ortwick. Die Brunnen reichen bis zu 120 Meter in die Tiefe. Pumpen in knapp 50 Meter Tiefe fördern das zehn Grad kalte Wasser ins Wasserwerk, wo es gefiltert und aufbereitet wird. Von dort aus fließt es in die Wasserbehälter und dann weiter in die Haushalte. Dabei darf die Vorratshaltung nicht zu lange dauern: Maximal fünf Tage erlauben die gesetzlichen Vorgaben aus hygienischen Gründen. Derzeit reicht die Wasserbevorratung in den bestehenden Trinkwasserbehälter - 3000 Kubikmeter in Ahaus und 2000 in Heek -nicht einmal für einen Tag.

"Die Investition ist aus diesem Grund unerlässlich", betont der Geschäftsführer der Stadtwerke Ahaus, Siegfried Pflüger. Finanziert werden die Baukosten über den Wasserpreis. Die Ahauser werden sich 2008 auf höhere Tarife einstellen müssen. Über die Größenordnung der Wasserpreisanhebung wird der Aufsichtsrat der Stadtwerke in Kürze entscheiden. gro

Lesen Sie jetzt