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Preisverfall bei den Schweinen

Ortsversammlungen in Ottenstein und Wessum

OTTENSTEIN/WESSUM. Nach dem Dioxinskandal ist der Preis, den Landwirte für ihre Schweine erhalten, um fast ein Drittel gesunken. Das beklagten jetzt die Mitglieder der landwirtschaftlichen Ortsverbände Ottenstein und Wessum auf ihren Winterversammlungen.

18.01.2011
Preisverfall bei den Schweinen

Dr. Peter Epkenhans, Kreislandwirt Heinrich Emming, der Ottensteiner Ortsverbandsvorsitzende Aloys Voss und Referentin Christa Hilbring.

Die Vorsitzenden der beiden Ortsverbände, Aloys Voss (Ottenstein) und Franz Josef Elpers (Wessum) meinten beide, das Jahr 2011 habe für die Landwirtschaft nicht gut angefangen. Der Dioxinskandal wirke sich nicht nur auf die Betriebe aus, die dioxinbelasteten Futter verfüttert haben. Unter dem Dioxinskandal haben alle Betriebe alle Betriebe zu leiden. Kreislandwirt Heinrich Emming sagte, dass die Schweinepreise in den letzten Wochen von 1,48 Euro auf 1,12 Euro je Kilogramm „runtergegangen“ seien. Ein Wessumer Landwirt rechnete nach: Letzte Woche 0,23 €/kg, die Woche davor 0,13 €/kg, also insgesamt 0,36 €/kg. Das bedeute, dass der Preis um fast ein Drittel gesunken sei. Pro verkauftes Mastschwein erhalte ein Landwirt damit 36 bis 40 Euro weniger. Zuruf aus der Versammlung: „Dafür sind die Futterpreise gestiegen!“ Josef Osterhues, Mitglied des Kreistages, kommentierte die Folgen des Dioxinskandals mit den Worten „Da kann was nicht in Ordnung sein.“ Der Berufsstand stehe miserabel da, obwohl er nichts zu dem Skandal beigetragen habe. In Wessum sprach Bürgermeister Felix Büter die Konkurrenz des Flächenbedarfs der Landwirtschaft (hervorgerufen durch Vergrößerung der Viehhaltung und Biogasprodukte) und der Stadt an (für Erweiterung der Baugebiete) an. Landwirtschaft und Stadt können nur in gemeinsamer Abstimmung die vorhandenen Flächen „richtig“ auszugleichen. Der Wirtschaftsfaktor Landwirtschaft sei für die Stadt von Bedeutung. Kreislandwirt Heinrich Emming hatte auch eine positive Botschaft: Der Kreis Borken sei dioxinfrei. Es seien zwar 38 Betriebe gesperrt worden. Das Veterinäramt habe die Betriebe schnell untersucht und nach fünf Tagen alle Betriebe wieder freigegeben. 

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