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Rotkreuzler üben in der Ahauser Innenstadt den Ernstfall

Wettkampf der Helfer

AHAUS/KREIS "Mama guck mal, da blutet jemand", ruft ein Kind auf dem Oldenkottplatz. Die Entwarnung folgt auf dem Fuße: Die vermeintlich Verletzte ist nur eine Unfalldarstellerin. Rund 120 Rotkreuzler mit ihren leuchtend roten Jacken trugen am Samstag öffentlich ihren kreisweiten Leistungsvergleich aus.

von Von Elvira Meisel-Kemper

, 11.04.2010
Rotkreuzler üben in der Ahauser Innenstadt den Ernstfall

Das Ahauser Siegerteam an der Handwinde.

 

Mit fantasievoll gestalteten Bollerwagen zogen die teilnehmenden neun Gruppen von einem "Notfall" zum nächsten: Schreiend lief eine Ausländerin durch die Gegend auf der Suche nach Angehörigen. Sie musste beruhigt werden, ohne das eine gemeinsame Sprache gefunden wurde. Eine Situation, die bei Großveranstaltungen wie Konzerten zum Tagesgeschäft der Rotkreuzler gehören kann. An der Kirche musste die Verletzung einer gestürzten Reiterin versorgt werden. Hilfsbedürftig waren ebenso die hysterischen Eltern, während die Behinderung durch Schaulustige ebenso geklärt werden musste. Geschicklichkeit gefragt

Im Schlossinnenhof verhalf die Feuerwehr Ahaus mit ihren Geräten zu ganz speziellen Einsätzen. Über eine Handwinde bewegte jede Gruppe einen 12-Tonner-LKW an einem Stahlseil 40 Meter. Mit einem Hydraulikspreizer, der zum Aufschneiden von Unfallautos verwendet wird, mussten in der zweiten Übung Tischtennisbälle von einem Flaschenhals auf den nächsten versetzt werden. Hier war Geschicklichkeit gefragt. Bei der Einrichtung einer Notunterkunft am Rathaus war wiederum die effektive Aufgabenverteilung wichtig.Test für die Leistungs- und Kooperationsfähigkeit der Gruppe

Lob und Kritik werden sofort verteilt. Dadurch wird jede Übung zum Test für die Leistungs- und Kooperationsfähigkeit der Gruppe. "Wir nutzen es auch, um Schwächen für den Landeswettbewerb auszubügeln", bekennt Michael Schotter vom Kreisverband Gelsenkirchen. Wie die Rotkreuzler aus Wattenscheid agieren sie außer der Konkurrenz.

Nichtteilnehmende Ortsverbände aus dem Kreis unterstützten ihre Kameraden mit ihrer Ausrüstung. Christian Jasper (37) vom Ortsverein Vreden brachte seinen frisch renovierten Krankenwagen als Blickfang mit, der mit seinen 34 Jahren schon als Oldtimer gelten muss. Jasper ist erst seit drei Monaten DRK-Mitglied, währen Benjamin Wissing (26) bereits seit zehn Jahren dabei ist. "Ich bin beim Roten Kreuz, um andere Leute und andere Arbeitsweisen kennen zu lernen", erklärtWissing sein Engagement.Pokal bleibt in Ahaus Dem Ortsverein Ahaus gelang es zu dem den Kreiswettbewerb das dritte mal in Folge zu gewinnen und dürfen nun den Wanderpokal dauerhaft behalten. Zudem werdie Ahauser den Kreisverband Borken beim Landeswettbewerb am 10. Juli 2010 in Ibbenbüren vertreteb. Die Platzierungen im einzelnen:

  • 1. Ahaus
  • 2. Raesfeld
  • 3. Isselburg
  • 4. Borken
  • 5. Epe
  • 6. Stadtlohn
  • 7. Bocholt
  • Internet: www.kv-borken.drk.de