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Rund 5000 Atomkraftgegner setzen deutliches Zeichen

Großdemonstration

AHAUS "Die Anti-Atom-Sonne lacht über Ahaus", stellte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen am Samstag vor dem Ahauser Bahnhof fest. Und sie lachte auf rund 5000 Atomkraftgegner, die sich zur NRW-weiten Kundgebung dort versammelt hatten.

von Von Manfred Elfering

, 24.04.2010
Rund 5000 Atomkraftgegner setzen deutliches Zeichen

Erinnerung an Tschernobyl stand im Blickpunkt.

"Wir sind hier, weil wir an die Katastrophe von Tschernobyl erinnern wollen" - Heiner Möllers, Vorsitzender der BI "Kein Atommüll in Ahaus", brachte es zum Gedenktag des Unglücks auf den Punkt. Und: "Tschernobyl ist nicht vorbei, immer noch werden Menschen krank, immer noch sterben sie daran", mahnte er weiter. Das bekräftigten vor allem auch Gastredner aus Russland, die wegen des Flugverbots nach einer 40-stündigen Odyssee den Weg ins Münsterland gefunden hatten.

Matthias Eickhoff: "Heute wollen wir ein Zeichen setzen für einen sofortigen Atomausstieg. Legen Sie die Urananreicherungsanlage in Gronau still, stoppen sie die unnötigen Castortransporte ins Zwischenlager Ahaus", richtete er deutliche Worte an die Politik. Und die war in Ahaus stark vertreten: Nicht nur mit lokalen und regionalen Parteien und Gruppierungen, sondern auch in Person von Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen, und Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion und ehemalige NRW-Umweltministerin.

Auf die Frage, was bei einer solchen Demo nicht fehlen dürfe, antwortete Roth: "Gute Laune, viele grüne Fahnen und viel Überzeugungskraft, dass wir es schaffen, am 9. Mai Schwarz-Gelb abzuwählen." Von der Bühne vor dem Bahnhof allerdings gab es neben dem Thema Kernkraft kaum politische Statements, denn die BI hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass es sich nicht um eine Wahlkampfveranstaltung handele.

Nach fast zwei Stunden Kundgebung am Bahnhof setzte sich der Protestzug durch die Ahauser Innenstadt in Bewegung, teilte sich am Anfang der Fußgängerzone, um sich dann in Höhe des Rathauses wieder zu vereinigen. Am Zwischenlager in Ammeln angekommen, gab es erneut Wortbeiträge internationaler Atomkraftgegner sowie Rockmusik und Rap, damit die gute Laune der Demonstranten auch weiterhin nicht zu kurz kam.

Laut Polizeipressesprecher Frank Rentmeister verlief die gesamte Kundgebung ohne nennenswerte Zwischenfälle.