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Schmuggler geriet in Nachtkontrolle

11.03.2008

Ahaus/Münster Rund viereinhalb Monate nach seiner Festnahme in Ahaus ist ein 48-jähriger Drogenschmuggler gestern vom Landgericht Münster zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden.

Der Angeklagte war Ende Oktober 2007 auf dem Adenauerring in eine nächtliche Verkehrskontrolle geraten. Bei der Durchsuchung seines Autos entdeckten die Beamten im Kofferraum eine Tasche mit fast 15 Kilo Marihuana und einem halben Kilo Kokain.

Im Prozess hatte der 48-jährige ghanaische Staatsbürger ein umfassendes Geständnis abgelegt. "Ich habe etwas sehr Dummes getan", sagte er vor der 11. Strafkammer. Nach eigenen Angaben hat er das Rauschgift im Auftrag von zwei Landsleuten geschmuggelt, die er in einer Disko kennen gelernt hatte. Sein Kurierlohn sollte 600 Euro betragen. Warum er das Angebot nicht abgelehnt hat, erklärte der Angeklagte unter anderem mit Abenteuerlust. "Mir war klar, dass ich etwas Verbotenes getan habe", sagte er den Richtern. "Aber ich hätte nie gedacht, dass die Strafen so hoch sind."

Eskorte bis zur Grenze

Der 48-Jährige war aus Bremen gekommen. Die Übergabe der Drogen erfolgte in der Nähe der niederländischen Stadt Amersfoort. Auf der Rückfahrt habe man ihn bis zur Grenze eskortiert, dann sollte er allein zurück nach Bremen fahren. Da er sich jedoch nicht auskannte, sei er einfach nur den Autobahnschildern gefolgt. Sein Pech, dass die Polizei in dieser Nacht in Ahaus eine allgemeine Verkehrskontrolle durchführte.

Die 600 Euro Kurierlohn will er eigentlich gar nicht nötig gehabt haben. Angeblich hatte der Ghanaer in Bremen gleich zwei Jobs - als Putzmann und als Arbeiter in einem Schlachthof. jh

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