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Schüler auf Spurensuche

Ahaus Ernst und gespannt folgte das Publikum den jungen Rednern bei ihrer Präsentation. Im Dorothee-Sölle-Haus stand am Dienstag das dunkelste Kapitel der Stadtgeschichte im Mittelpunkt: Die Deportation und Ermordung jüdischer Mitbürger.

05.03.2008

Schüler auf Spurensuche

<p>An den neu verlegten Stolpersteinen legten die Schüler Blumen nieder. Grothues</p>

Die Präsentation der AG Geschichte der Realschule im Vestert folgte im Anschluss auf die "Stolpersteinverlegung" in der Wallstraße und in der Kreuzstraße, unter anderem zum Gedenken an Familie Gottschalk (Münsterland Zeitung berichtete). Somit stand die traurige Geschichte dieser jüdischen Familie im Mittelpunkt des Vortrags, denn sie sollte nicht in Vergessenheit geraten.

21 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 der Realschule im Vestert beteiligten sich an dem Projekt. Mit der Unterstützung der Lehrer Kai Sachse und Ulrike Tieck arbeiteten die Schüler in der AG Geschichte seit Beginn des Schuljahrs 07/08 hart an ihrem Thema: Sie recherchierten in den Stadtarchiven von Ahaus und Münster, werteten die Quellen aus, erstellten Stammbäume und besichtigten Schauplätze jüdischen Lebens in Ahaus. Sogar Zeitzeugen ließen sich durch eine Zeitungsannonce finden und standen Rede und Antwort. Nach und nach setzen sich so die einzelnen "Puzzleteile" zusammen und ergaben ein vollständiges Bild. Kleine Fragen blieben jedoch offen, die vermutlich nur die Beteiligten selbst hätten beantworten können.

Durch die Recherchen konnten am Ende alte Fotos, Dokumente und Karten mit in den Vortrag einfließen und dem Publikum ein besseres Bild der Umstände bieten. Die Lebens- und Leidenswege der Gottschalks wurden mit ergreifenden und wahren Begebenheiten dargestellt sowie wie mit erdachten Episoden untermalt, die sich so zugetragen haben könnten. Diese zusätzlichen Materialien trugen allesamt zum Verständnis des Leides bei.

Multimedia

Für Jung und Alt stand zum Abschluss die entstandene Multimedia-Präsentation am Laptop zur Verfügung. Mit einfachen Mausklicks war es interaktiv möglich, sich tiefer in die Thematik zu lesen oder den ein oder anderen Aspekt neu zu entdecken. Jedoch ist dies nicht das Ende der Reihe. In Zukunft soll es eine Ausstellung der Schüler geben, die versuchen soll, das "Puzzle" weiter zu vervollständigen. len

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