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Schweine-Preise für Ferkel

Ahaus Schweine- und Ferkelzüchter schauen verdienstmäßig nicht nur in die Röhre, sondern zahlen zurzeit auch noch drauf: "Für ein Mastschwein zehn Euro und pro Ferkel 25 Euro" - denn die Futterkosten sind höher als der Verkaufspreis, stellt Ortslandwirt Bernhard Rickert klar.

05.12.2007

Schweine-Preise für Ferkel

<p>Von Ortslandwirt Bernhard Rickert servierte Würstchen zum "Erzeugerpreis" 20 Cent: Das entspricht genau dem Betrag, der zurzeit beim Verkauf von den Züchtern erlöst wird. Elfering</p>

Daher gab es gestern in der Ahauser Fußgängerzone Würstchen zum "Erzeugerpreis": für ganze 20 Cent pro Stück, denn das ist umgerechnet auf die Wurst genau der Betrag, der von den Züchtern momentan beim Schweine-Verkauf erlöst wird - bei immens gestiegenen Kosten auf der anderen Seite.

Das "Wurst-Schnäppchen" erfreute zwar die Passanten, die eifrig zugriffen, gab ihnen aber auch zu denken, denn die Landwirte erhielten viel Zuspruch für ihr Anliegen.

Denn: Die Ferkel produzierenden Betriebe in Westfalen-Lippe müssen seit Monaten mit äußerst niedrigen Erlösen und gleichzeitig drastisch gestiegenen Kosten kämpfen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Preise für Futtermittel um fast 70 Prozent erhöht - verursacht durch verschiedene weltmarktbedingte Faktoren. Mit existenzbedrohenden Folgen: Die Schweinemäster erhalten heute für jedes Schwein 25 Prozent weniger als 2006, der Verkaufspreis für Schweinefleisch an den Ladentheken der Supermärkte ist dagegen relativ stabil geblieben.

"Die Wertschöpfung in der Lebensmittelkette ist nach wie vor vorhanden, die Bauern haben davon allerdings nichts. Das muss sich ändern", macht Rickert seinem Ärger Luft. Und was passieren muss, ist ihm auch klar: "Eine wirksame Verbesserung ist nur dann zu erzielen, wenn sich die großen Ketten des Lebensmitteleinzelhandels dazu bereit erklären, einen angemesseneren Teil ihres Erlöses denen zu geben, die die Nahrungsmittel produzieren." Darauf wollten die Landwirte mit ihrer gestrigen Billigwürstchen-Aktion hinweisen: auf die "Schweine-Preise" für Ferkel. mel

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