Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Stadtbücherei erwartet neue Impulse vom Neubau

Jahresbilanz

AHAUS "Die Zahl der Nichtleser steigt bundesweit, das ist eine erschreckende Entwicklung", bedauert Bibliothekarin Maria zu Klampen. Selbstbewusst fügt sie aber hinzu: "Mit 89.000 Besuchen war die Stadtbücherei 2009 wieder die Kultureinrichtung mit der größten Breitenwirkung in Ahaus."

von Von Stefan Grothues

, 13.04.2010
Stadtbücherei erwartet neue Impulse vom Neubau

Bibliothekarin Maria zu Klampen.

Im Schul- und Kulturausschuss hat die Leiterin der Stadtbücherei am Montagabend einen Rückblick auf das Jahr 2009 gehalten, der dieses Mal unter besonderen Vorzeichen stand. Schließlich hat der Ahauser Rat vor wenigen Wochen den mehr als drei Millionen Euro teuren Neubau der Stadtbücherei bis 2013 beschlossen.

Maria zu Klampen ließ keinen Zweifel daran, dass dies ein gute Investition in die Zukunft sei. "Lesen ist eine grundlegende Kulturfähigkeit. Und die wird in der Stadtbücherei eingeübt - mit Spaß und ohne Zensuren." Der attraktive Neubau könne die Stadtbücherei nachhaltig stärken. Digitale Medien und Online-Ausleihe "Das alte Gebäude an der Bahnhofstraße macht keinen einladenden Eindruck" - für zu Klampen ist dies ein Grund für den Rückgang der Besucherzahlen in den letzten Jahren. Darüber konkurrierten Computer und Internet mit dem Buch. Dem Trend wolle sich die Stadtbücherei nicht verweigern: digitale Medien, Online-Ausleihe und bald auch Text-Downloads werden eine immer größere Rolle spielen.

Maria zu Klampen hob auch hervor, dass vor allem junge Menschen die Stadtbücherei nutzen. Die 11- bis 15-Jährigen stellen die größte Lesergruppe vor den 6- bis 10-Jährigen und den 16- bis 20-Jährigen. Erst dann folgen mit Abstand die 41- bis 45-Jährigen. "Die Förderung der Lesekompetenz und der Lesefreude bleibt unsere Hauptaufgabe. Das ist auch in der digitalen Welt die Grundlage des Verstehens", so zu Klampen.

Hoffen auf Knick nach oben Auch Verwaltungsvorstand Hermann Kühlkamp erhofft sich vom Stadtbücherei-Neubau neue Impulse: "Wir haben ganz klar den Anspruch, dass es nach dem Umzug einen Knick nach oben gehen wird."