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Stolpersteine gegen das Vergessen

02.03.2008

Stolpersteine   gegen das Vergessen

Ahaus Gunter Demnig Auf Initiative des VHS-Arbeitskreises "Ahauser Geschichte 1933-1945" hat der Kölner Künstler schon an mehreren Stellen der Ahauser Innenstadt Stolpersteine zur Erinnerung an die verfolgten jüdischen Familien verlegt. An den ehemaligen Wohnadressen der Ermordeten weisen diese ebenerdig im Pflaster liegenden messingfarbenen Steine mit ihrer Inschrift auf die Ermordeten - und vereinzelt auch auf Überlebende - hin.

Die nächste Verlegung beginnt am Dienstag, den 4. März, um 15 Uhr vor dem Haus der Familie Schlösser, Wallstraße 3 in Ahaus. In diesem Gebäude wurden die letzten zwölf jüdischen Bewohner des Kreisgebiets interniert, bevor sie nach Theresienstadt deportiert wurden. Aus Gronau kamen die beiden Schwestern Johanna und Lisette Lion, aus Vreden Margarethe Heimann mit ihrer Tochter Ilse sowie Amalie Wolff mit ihrer blinden Tochter Meta, aus Südlohn das Ehepaar Aron und Rika Wolff, Samuel Wolff sowie Herz Wolff mit seiner Tochter Frieda, aus Epe oder Südlohn schließlich Emma Pins. Von ihnen kehrte allein Amalie Wolff lebend zurück.

Dokumentation

Die zweite Verlegeadresse dieses Nachmittags ist das Haus Kreuzstraße 12: Dort wohnten Emil und Irma Gottschalk mit ihrem Sohn Ernst Josef sowie Irmas Eltern Adolf und Billa Kahn, außerdem die ältere Verwandte Bertha Elburg geborene Gottschalk. Das tragische Schicksal der Familie Gottschalk haben Schülerinnen und Schüler der Realschule im Vestert unter Anleitung ihrer Lehrer Ulrike Tieck und Kai Sachse erforscht und dokumentiert.

Ihre Ergebnisse werden sie am Verlegeort der sechs Stolpersteine, ausführlicher anschließend bei einer Tasse Kaffee im evangelischen Gemeindehaus vorstellen. Dort wird auch die entstandene multimediale Präsentation in CD-Form gezeigt.

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