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Training gegen Gewalt

Ahaus Die Diskussion um Erziehungscamps für straffällige Jugendliche schlägt nicht nur landes- und bundespolitisch hohe Wellen: Auch in der Stadt Ahaus steht die Frage, wie dem Problem straffälliger oder auffälliger Kinder und Jugendlicher begegnet werden kann, aktuell auf der Tagesordnung.

10.01.2008

Training gegen Gewalt

Die Entwicklung hat den Arbeitskreis Gewaltprävention mit Vertretern der Fachbereiche Jugend und Ordnung der Stadt Ahaus sowie von Polizei und Gericht auf den Plan gerufen, um nach neuen Wegen zu suchen. Helmut Stegemann, Leiter des Fachbereichs Jugend, hatte bereits im Herbst den Caritasverband beauftragt, ein Konzept für einen sozialen Trainingskurs für diese Gruppe von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Auf der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Gewaltprävention der Stadt Ahaus stellten nun Diplom-Sozialarbeiter Peter Schwack (Bild) und Diplom-Sozialpädagoge Dieter Homann vom Fachbereich Familie und Beratung der Caritas ihre Überlegungen zu einem sozialen Trainingskurs für männliche Kinder und Jugendliche vor.

Regeln und Grenzen

Oberstes Ziel des neuen Angebotes sei es, erläuterte Schwack, dass die Teilnehmer ihr Leben zukünftig delikt- und straffrei gestalten, wofür die Vermittlung eines positiven Selbstwertgefühls, die Anerkennung von Regeln und Grenzen sowie Verantwortungsgefühl wichtige Voraussetzungen seien.

Informationen über straffälliges Verhalten und Formen von Wiedergutmachung stehen ebenso auf dem Programm des Gruppenangebotes wie erlebnispädagogische Elemente und alternative Formen der Freizeitgestaltung. In diesen Bereichen werde die Caritas eng zusammenarbeiten mit Polizei und Gericht, aber auch mit Jugendfreizeiteinrichtungen. Um die Kinder und Jugendlichen zu motivieren, so Dieter Homann, sei die Verknüpfung unterschiedlichster Angebote eine wesentliche Grundvoraussetzung für ein Gelingen des Trainingskurses. Auch sei es von hoher Bedeutung, die Eltern der Teilnehmer als deren erste Ansprechpartner in die Maßnahme verantwortlich einzubinden.

Enge Kooperation

Bei den Mitgliedern des Arbeitskreises Gewaltprävention stieß das vorgestellte Konzept auf einhellige Zustimmung. Gleichzeitig sagten die beteiligten Institutionen eine enge Zusammenarbeit bei der Umsetzung zu.

Der Kurs für die Kinder und Jugendlichen soll im Frühjahr beginnen. Nach einer Auswertung erster Erfahrungen wird der Arbeitskreis Gewaltprävention sowohl über Folgekurse, aber auch über die Notwendigkeit eines entsprechenden Angebots für weibliche Jugendliche beraten. www.caritas-ahaus-vreden.de

Training gegen Gewalt

<p>Eine Rangelei unter männlichen Jugendlichen, die oft zu massiver Gewalteinwirkung ausartet. Mädchen dagegen werden eher mit Eigentumsdelikten wie Diebstählen kriminell. dpa</p>

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