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Überraschend: CDU erleidet Abstimmungsniederlage

Discounter zur Textilstraße

AHAUS Um Millionenbeträge und zukunftsweisende Großeprojekte ging es am Mittwoch im Rat - die Spannung aber war am größten, als die Aufhebung einer schlichten Veränderungssperre für ein Grundstück an der Textilstraße in Ottenstein auf der Tagesordnung stand.

von Von Stefan Grothues

, 18.03.2010
Überraschend: CDU erleidet Abstimmungsniederlage

<p>Hier an der Textilstraße kann jetzt ein Discounter errichtet werden. Investor Michael Decker favorisiert einen Lidl- oder Netto-Markt.

Schließlich schwelt der Streit um den Standort für einen Discounter schon seit mehr als einem Jahr. Am Ende konnten sich Verwaltung und CDU sich mit ihren Bedenken gegen den Standort Textilstraße und dem Alternativvorschlag "Im Hagen" nicht durchsetzen, weil alle anderen Fraktionen geschlossen dagegen stimmten. Den Ausschlag aber gaben die beiden Ottensteiner CDU-Ratsmitglieder Josef Terhalle und Karl-Heinz Terbrack, die wie auch der Koalitionspartner FDP mit der Opposition stimmten. Die 1200 Unterschriften für den Standort Textilstraße hatten ihre Wirkung gezeigt.

Nach der Ablehnung des Standortes Im Hagen lenkte auch die gesamte restliche CDU-Fraktion ein. So fiel am Ende sogar ein einstimmiger Beschluss für den Standort Textilstraße.Abstimmungsniederlage akzeptieren

"Wir akzeptieren die Abstimmungsniederlage und wollen den Standort Textilstraße jetzt nicht mehr blockieren", erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Vortkamp. Eine Abstimmungsniederlage der CDU, so merkte Dieter Homann (UWG) noch in der Sitzung an, habe er in den 20 Jahren seiner Ratszugehörigkeit noch nicht erlebt. Er sprach gar von einer "Sternstunde für die Demokratie im Ahauser Rat und zollten den Ottensteiner Ratsherren besonderen Respekt.

Bürgermeister Felix Büter und Thomas Vortkamp hatten zuvor noch einmal darauf verwiesen, dass alle Gutachter von einem Discounterstandort an der Textilstraße abgeraten hatten, weil sie negative Auswirkungen auf die Dorfmitte befürchteten. Die Oppositionparteien verwiesen dagegen auf den Bürgerwillen und die relative Nähe des Standortes Textilstraße zum Zentrum.

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