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Wachschutz für die Heeker Gewerbegebiete

Gewerbeverein

HEEK Ein Wachschutz soll in Heeks Gewerbegebieten patroullieren und Einbrecher abschrecken. Der Gewerbeverein will am Mittwoch beschließen, in welchem Umfang die Kontrollen durchgeführt werden sollen.

12.04.2010

Sie fahren vor und laden ein: Die Einbrecher, die seit Monaten die Heeker Gewerbegebiete heimsuchen, bedienen sich dreist: hier 1000 Meter Kabel, da sechs Tonnen Edelstahl, mal zwölf Paletten Holz, dann wieder Spezialwerkzeug. „Das kann nicht so weiter gehen“, steht für Josef Weilinghoff, dem Vorsitzenden des Gewerbevereins Heek-Nienborg, fest. Wachschutz soll jetzt regelmäßig vor den Firmen patroullieren – wo überall, das entscheidet der Gewerbeverein am Mittwochabend. Der Vorstand hat mehrere Angebote von Wachschutzfirmen eingeholt. Der mögliche Umfang reicht von der kompletten Überwachung aller fünf Gewerbegebiete bis zu einer Kontrolle ausschließlich in Heek-West, im neuesten und größten Gewerbegebiet der Gemeinde. Während einer Versammlung morgen Abend stellt der Vorstand die unterschiedlichen Angebote vor und stellt sie zur Diskussion. Egal, für welches Angebot sich die Unternehmer entscheiden. In jedem Fall soll der Wachschutz durchgängig erfolgen – also auch an Sonn- und Feiertagen.

Ein weiteres Vorhaben für mehr Sicherheit und weniger Einbruche: Die Zugänge zu den Gewerbegebieten sollen eingeschränkt werden. Wenn es viele Zufahrten gebe, stünden Einbrechern auch viele Fluchtwege zur Verfügung – und umgekehrt, so der Vereinsvorsitzende. Die zusätzliche Sicherheit bedeutet zusätzliche Kosten für die Gewerbebetriebe – Geld, das sie alleine aufzubringen haben.Die Gemeindeverwaltung Heek unterstützt den Gewerbeverein zwar – aber nicht finanziell. Dass sich die Investition lohnt, steht für Weilinghoff außer Frage. Die Diebstähle stellten schließlich einen erheblich Schaden für die Betriebe dar, den nur selten eine Versicherung trage.

„Wo wenig Zeugen zu erwarten sind, schlagen Einbrecher erfahrungsgemäß gerne zu“, weiß Polizeipressesprecher Frank Rentmeister. Das mache Gewerbegebiete zu beliebten Zielen. Hinzu komme, dass aufgrund der Weltmarktsituation Metalle, insbesondere Kupfer, hoch im Kurs stünden – und die eben in Gewerbegebieten zu finden seien. Das gelte nicht nur für Heek, sondern für alle Städte und Gemeinden. Die gute Verkehrsanbindung an die A 31 schätzten offenbar nicht nur die Unternehmer und ihre Kunden, sondern auch die Straftäter. Das erkläre die relativ hohe Zahl von Einbrüchen in der Gemeinde. Zwar habe die Polizei ihre Präsenz in Gewerbegebieten verstärkt, aber die Beamten könnten nicht das leisten, was ein Wachschutz anbiete: flächendeckende, tägliche Kontrolle.

  • Der Gewerbeverein entscheidet während eines Treffens am Mittwoch, 14. April, 20 Uhr, im Haus Hugenroth auf der Burg in Nienborg abschließend über den Wachschutz. Alle Mitglieder sowie weitere Interessente sind dazu eingeladen.