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Wahlgrab wird teurer

Ahaus Der Tod mag noch umsonst sein, die Beerdigung ist es nicht. Mit dem neuen Jahr werden Wahlgrabstätten in Ahaus teurer. Urnenbestattungen indes werden günstiger.

02.01.2008

Wahlgrab wird teurer

<p>Grabsteine in der Januarsonne: Der Friedhof ist nicht nur letzte Ruhestätte, sondern erfüllen als Grünflächen auch soziale und ökologische Zwecke. Daher muss nur ein Teil der tatsächlichen Friedhofskosten durch Gebühren abgedeckt werden. Grothues</p>

In dieser Woche ist die neue Gebührensatzung für die beiden städtischen Friedhöfe in Ahaus und Wessum in Kraft getreten, die der Rat kurz vor dem Jahreswechsel einstimmig beschlossen hat. Erstmals seit 2004 steigen die Gebühren für die Erdbestattung im Wahlgrab, das ist in Ahaus die häufigste Bestattungsart, um 6,36 Prozent auf 1638 Euro. Die Erdbestattung im Reihengrab kostet künftig 1192 Euro, das sind 1,45 Prozent mehr als bisher.

Gleichzeitig sinken jedoch die Gebühren für Urnenbestattungen deutlich: im Wahlgrab um 13,78 Prozent auf 907 Euro und im Reihengrab um 24,01 Prozent auf 595 Euro. Der Grund: Die neue Gebührenordnung berücksichtigt stärker als bislang den Flächenverbrauch, und der ist bei Urnenbestattungen deutlich geringer. Aus rechtlichen Erwägungen, so die Verwaltung, sei die "verursachungsgerechte und leistungsorientierte Gebührenbelastung" erforderlich.

Für dieses Jahr erwartet die Verwaltung für die Unterhaltung und Pflege der beiden Friedhöfe Kosten in Höhe von rund 460 000 Euro. Die erwarteten Gebühreneinnahmen in Höhe von rund 350 000 Euro decken nur einen Teil der entstehenden Kosten ab. Das, so die Verwaltung, sei auch richtig so, denn die Friedhöfe hätten über ihren eigentlichen Zweck hinaus als Grünfläche auch für die Allgemeinheit eine soziale und ökologische Bedeutung, die aus dem allgemeinen Haushalt zu finanzieren ist. Für rund 2100 der insgesamt 6700 Grabstellen ist noch eine jährliche Unterhaltungsgebühr in Höhe von 25,50 Euro zu entrichten. Weil der Verwaltungsaufwand so hoch war, wird diese jährliche Gebühr für neue Gräber seit 2005 nicht mehr erhoben. Altfälle können sich mit ein Ablösegebühr von der jährlichen Zahlungspflicht befreien lassen. gro

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