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Weg von "Hitliste" der Berufe

Ahaus "Für den Großteil aller Jungen lautet der Berufswunsch ,KFZ-Mechatroniker', wie es heutzutage heißt, bei den Mädchen stehen die ,Klassiker' wie Arzthelferin oder Friseurin ganz oben" - weg von dieser "Hitliste" der Ausbildungsberufe will Jürgen Terhart von der Bundesagentur für Arbeit.

12.12.2007

Denn: Die Palette von hunderten verschiedener Ausbildungsberufe - in einer Brennerei in Schöppingen ist soeben die Lehrstelle eines "Destillateurs" besetzt worden - ist so umfassend, dass sie ungeahnte Möglichkeiten bietet. Den jungen Leuten, die vor dem Schulabschluss stehen, Orientierung bieten will ein neues Projekt, das Terhart und Gregor Hochrath von der Kreishandwerkerschaft jetzt dem Schulausschuss in Ahaus vorstellten.

"Lotse" navigiert

Den Schlüssel zur Ausbildungswelt hält dabei ein "Lotse" in der Hand, der den Hauptschülern vor dem Übergang Beratung und Hilfestellung bieten soll. Die Bundesagentur für Arbeit fördert das Projekt mit 50 Prozent der Personalkosten, die Kreishandwerkerschaft trägt die Sachkosten. Die verbleibenden 50 Prozent für den Ausbildungslotsen hätte die Stadt Ahaus zu übernehmen. Die Verwaltung in Person von Schuldezernent Hermann Kühlkamp unterstützte das Vorhaben, um den Schülern den Übergang in den Beruf zu erleichtern. Dies betreffe insbesondere den hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund, die erfahrungsgemäß größere Schwierigkeiten hätten, einen geeigneten Ausbildungsberuf zu finden.

Mit gezielter Unterstützung durch den Lotsen könne auch vermieden werden, dass viele Abgänger nach ersten Absagen auf ihre Bewerbungen sich in der "Warteschleife" (Originalton Terhart) eines Berufsschuljahrs parkten.

Finanzierung steht

Vom Fachausschuss wurde die Initiative insgesamt begrüßt, auch wenn Alfons Gerick (SPD) eine längerfristige Finanzierungszusage durch die Bundesagentur anmahnte. Diese könne aus "haushaltsrechtlichen Gründen" jedoch nur bis Ende 2008 gegeben werden, hieß es. Der Startschuss für das Projekt an den beiden Hauptschulen in Ahaus und Alstätte soll am 1. Februar 2008 fallen. mel

Der Schulausschuss richtete einstimmig die Empfehlung an den Rat, sich an dem Projekt zu beteiligen und die erforderlichen Mittel für den Ausbildungslotsen in Höhe von rund 27 000 Euro jährlich zu genehmigen.

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