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Widerstand gegen Regionalplan formiert sich

In Ottenstein

Die Ottensteiner schlagen Alarm: Die Bezirksregierung beabsichtigt in der Fortschreibung des Regionalplans, erhebliche Teile der überwiegend schon besiedelten Baugebiete entlang des Ölbachs zu „Überschwemmungsbereichen“ zu erklären. Das ruft jetzt den Ottensteiner KAB-Vorstand auf den Plan, der auch die seiner Ansicht nach dürftige Informationspolitik der Behörden bemängelt.

OTTENSTEIN

25.07.2011
Widerstand gegen Regionalplan formiert sich

Während des Hochwassers vor fast einem Jahr ließ es sich in Ottenstein prima schwimmen - sogar mitten im Dorf. Das hat die Bezirksregierung bewogen, im Regionalplan erhebliche Teile des Orts als »Überschwemmungsbereiche« auszuweisen.

Als „Überschwemmungsbereiche“ betroffen sind insbesondere die Wohngebiete und Straßenzüge Melchisengoren, Zitadelle, Ringstraße, Textilstraße, Markemoote, Wiesengrund, Westring, Ottensteiner Brook, Am Sportplatz. „Was aber unter Überschwemmungsbereich zu verstehen ist, dazu wird keine konkrete Aussage getroffen“, kritisiert Alfons Beckmann für die KAB. Die „Sicherstellung des Abflusses und die Wiedereingliederung in eine natürliche Retention“ würden als Ziele formuliert. Konkreter werde es lediglich in dem Passus, dass „unbebaute Siedlungsflächen von Nutzungen freizuhalten sind“.

„Bebaute Flächen werden“, sagt dazu Walter Fleige, Fachbereichsleiter Stadtplanung bei der Stadt Ahaus, „wohl nicht „Nutzungseinschränkungen unterworfen, zumal rechtskräftige Bebauungspläne beziehungsweise baurechtliche Genehmigungen den Eigentümer schützen“. Viele der planerischen Ideen seien so nicht umsetzbar, auch würde der Regionalplan erst in andere „Unterpläne“ übersetzt werden müssen, wo wiederum Bürgerbeteiligung vorgesehen sei, so Fleige. Gleichwohl räumt Fleige ein, dass die „topographische Lage“ Ottensteins künftig eine erhöhte Sensibilität bezüglich des „vorbeugenden Hochwasserschutzes“ und konkrete Schritte erfordert. Würden jedoch die zeichnerisch ausgewiesenen Flächen komplett als Überschwemmungsbereiche realisiert, „wäre das der Gesamtentwicklung Ottensteins sicherlich nicht dienlich“, erklärt Ottensteins Ortsvorsteher Karl-Heinz Terbrack. Daher würden vorsorgliche Einwendungen der Bürger durchaus auch die örtliche Politik im Verfahren unterstützen. Mit den gegebenenfalls nur vorsorglich erhobenen Einwendungen bleibe man im späteren Verfahren mit den Planungsbehörden „auf Augenhöhe“, denn sie müssten sich mit den vorgetragenen Sorgen der Bürger beschäftigen“, ergänzt Beckmann für den KAB-Vorstand, der sich eine breite Beteiligung der Bürger wünscht.

Für die Einwendungen durch Betroffene oder von Bürgern, die „an der Gemeindeentwicklung interessiert sind und den Weg der Bürgerbeteiligung praktizieren wollen, wird die Zeit knapp: Bis Sonntag, 31. Juli, 24 Uhr, müssen die Einwendungen bei der Bezirksregierung in 48143 Münster, Domplatz 1-3, Fax (02 51) 4 11 25 25, vorliegen. Empfohlen wird die Nutzung des Internets, wo auch der vollständige Regionalplan einschließlich der zeichnerischen Skizzen eingesehen werden kann – ebenso beim Bauamt der Stadt Ahaus, das für Auskünfte zur Verfügung steht.www.bezreg-muenster.nrw.de

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