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Wie 1989 die Macht der SED zerfiel

15.10.2007

Ahaus In der VHS-Reihe "Zeitgenössische (Selbst-) Portraits" ist am morgigen Mittwoch Günter Schabowski im Schloss Ahaus zu Gast. Sein Thema "Wie die SED-Macht zerfiel. Szenen und politische Facetten aus dem Endzeit-Jahr 1989".

Vor 18 Jahren fiel für die DDR nach der friedlichen Revolution der Vorhang. Doch viele Fragen werden noch kontrovers diskutiert. War die DDR mehr als eine von Moskau gelenkte Marionette? Schenkten Gorbatschow und der Westen den Ostdeutschen Freiheit und Demokratie? Warum stürzte Honecker?

Günter Schabowski, geb. 1929, studierte Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig und besuchte die Parteihochschule der KPdSU in Moskau, 1968 bis 1985 war er Chefredakteur des SED-Zentralorgans "Neues Deutschland". Von 1981 bis 1989 hatte er höchste Ämter in der SED inne. 9. November 1989: Schabowski verkündet vor den internationalen Medien, dass "ab sofort" für Privatreisen vereinfachte Genehmigungsverfahren gelten. 1990 wurde er aus der SED-PDS ausgeschlossen. 1995 wurde ihm wegen "Totschlag und Mitverantwortung für das Grenzregime der DDR" der Prozess gemacht. 1997 räumte er moralische Schuld an den Todesfällen an der innerdeutschen Grenze ein. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. 1999 trat er die Haftstrafe in der JVA Berlin-Spandau an. 2000 wurde er begnadigt.

Mittwoch, 17. Oktober, 19.30 Uhr, Eintritt: 4 Euro, für Schüler frei.

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