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Aikido und der Weg aus Fernost

CASTROP-RAUXEL "Ai" steht für Harmonie, "Ki" für Energie und Kraft, "Do" bedeutet, einen Weg zu gehen. In der Summe Aikido - und die Kampfkunst aus Fernost hat in Castrop-Rauxel eine langjährige Tradition. Wir waren zu Gast und haben uns bei den Sportlern umgesehen.

von Von Arne Niehörster

, 09.10.2007

"1970 ging das langsam los. Beim Judo-Training wurden damals die ersten Techniken gezeigt", sagt Ralf Oschmann. Das habe sich dann nach und nach etabliert. Bei Aikido-Lehrer Oschmann sowieso - er ist von Anfang an dabei und hat sieben Jahre später den 1. Aikido-Club Castrop-Rauxel gegründet.

Aber was macht den Sport aus? Was hält den "Aikidoda" Jahrzehnte bei der Stange? "Zu allererst ist Aikido kein Sport, es ist eine Kampfkunst aus Japan", stellt Oschmann klar. Es gebe keine Trainer-Spieler-Beziehung, sondern der Lehrer führt seinen Schüler in die "Kunst" ein.

Eine Kunst der Bewegung und des Geistes, basierend auf zwei Säulen: die Körperertüchtigung mit Bewegungs- und Konzentrationsübungen sowie die Erziehung mit tiefen geistigen Inhalten. Soweit der Weg. Das Ziel: das Leben erfolgreich und überlegen zu führen.

Oschmann: "Beim Aikido geht es nicht um den Wettkampf. Ganz vorn steht der Umgang mit anderen Menschen. Wichtig ist das Miteinander und das Verhalten in der Gruppe."

Und ein Meister der Kampfkunst setzt regelmäßig eine Duftmarke im "Takemusu Aiki Dojo" an der Ahornstraße 34: Edmund Kern, 75 Jahre jung und Träger des seltenen 8. Dan (hohe Graduierung beim Aikido). Der Fürther gibt sein Wissen weiter, etwa bei einem Lehrgang vergangenes Wochenende, und ist ein Freund von Oschmann seit 30 Jahren.

Sie haben Aikido etabliert

Beide haben Aikido etabliert in Castrop-Rauxel. Und es trägt Früchte. "Wir haben Lehrgänge für Kinder und Erwachsene, beide mit rund 40 Teilnehmern", sagt Oschmann.

Seine Frau Angelika (4. Dan) bemüht sich um den Nachwuchs von sieben bis 15 Jahren. Oschmann selbst ist Träger des 5. Dan und gibt die Werte der japanischen Kampfkunst an die Erwachsenen weiter.

Und vielleicht bald mit dem Ehrentitel "Renshi", einer Auszeichnung für erfahrene Lehrer seitens der japanischen Dachorganisation. Die winkt dem 51-jährigen Oschmann am kommenden Wochenende, beim internationalen Aikido-Lehrgang in Moers.

Noch mehr Fotos und Infos in der Mittwochsausgabe der Ruhr Nachrichten.

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