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Alfies Schicksal - eins von weltweit Millionen

Liverpool. Etwa alle sechs Sekunden stirbt auf der Welt ein Kind, das jünger als fünf Jahre ist. Der britische Junge Alfie ist eines davon.

Sein Schicksal dürfte auch deshalb so viele Menschen bewegen, weil die Kindersterblichkeit in europäischen Ländern im Vergleich zu anderen Weltregionen gering ist.

In Großbritannien kamen zuletzt jährlich mehr als 400 Kinder im Alter zwischen eins und vier Jahren ums Leben - zu den Ursachen gehörten Krankheiten, aber auch tödliche Unfälle. Alfies Fall erhielt zudem wegen des Rechtsstreits zwischen Eltern und Ärzten über lebensverlängernde Maßnahmen höhere Aufmerksamkeit.

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef starben 2016 in Europa 5 von 1000 Kindern unter fünf Jahren. Zum Vergleich: In Afrika südlich der Sahara lag die Rate bei 79 von 1000 Kindern.

Wenn Mediziner in Industrienationen keine Heilungschancen bei schweren Krankheiten sehen, können Eltern entscheiden, ihr Kind zumindest zeitweise in einem Hospiz unterzubringen. Dort werden sie altersgerecht betreut, auch die Familie erhält Unterstützung.

Nach Angaben der Deutschen Kinderhospizstiftung waren im März 2016 hierzulande 50.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unheilbar erkrankt. Als Angebote gibt es für sie neben ambulanten Diensten mehr als ein Dutzend stationäre Kinder- und Jugendhospize in Deutschland.

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