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Alternativen zu Aktien: Tagesgeldkonto und Bundeswertpapiere

Stuttgart (dpa/tmn) Nach den jüngsten Einbrüchen an den Börsen dürften sich manche Anleger nach Alternativen zu Aktien umschauen. Sie müssen dabei aber wissen, dass mehr Sicherheit oft auch weniger Rendite bedeutet.

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Nach den jüngsten Einbrüchen an den Börsen dürften sich manche Anleger nach Alternativen zu Aktien umschauen. Sie müssen dabei aber wissen, dass mehr Sicherheit oft auch weniger Rendite bedeutet.

«Ein Tagesgeldkonto eignet sich zum Beispiel, um Geld kurzfristig zu parken», sagte Niels Nauhauser, Geldexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart am Dienstag (22. Januar). Derzeit erhielten Kunden bei dieser Anlageform Zinserträge von bis zu vier Prozent. Zudem blieben sie flexibel, da das Geld wie auf einem Girokonto täglich verfügbar ist.

Als mittelfristige Alternative zu Aktien seien festverzinsliche Wertpapiere wie der Bundesschatzbrief mit einer Laufzeit von sechs oder sieben Jahren zu empfehlen, sagte Nauhauser. Sie böten eine ähnlich hohe Rendite wie Tagesgeldkonten und seien eine sichere Anlage, weil der Bund hier als Bürge einsteht. «Außerdem ist der Zinsverlauf ja festgeschrieben, da muss man sich keine Gedanken über Kursschwankungen machen.» Zudem fallen für den Kauf und das Depot bei der Deutschen Finanzagentur in Frankfurt/Main keine Zusatzkosten an.

Rohstoffe wie Gold oder Devisen seien als Geldanlage für die meisten Kleinanleger dagegen «völlig ungeeignet», sagte Nauhauser. «Der größte Nachteil ist: Man hat hier keine laufenden Erträge.» Während etwa festverzinsliche Wertpapiere eine monatliche Rendite einbringen, seien Kursgewinne bei Gold nicht garantiert. «Hier gibt es starke Preisschwankungen - das ist inzwischen ein reines Spekulationsobjekt.»

Langfristig könnten sich als Geldanlage abseits des Aktienmarktes auch Banksparpläne auszahlen: Sie seien eine Anlageform mit hoher Sicherheit, da hier das Geld ebenfalls zu einem festen Satz verzinst wird, so Nauhauser. Renten- oder Lebensversicherungen seien dagegen wenig flexibel und lohnten sich nur dann, wenn sie bis zum Ende der Laufzeit gehalten werden.

Auf lange Sicht kämen die meisten Anleger nicht um Aktien herum, sagte Nauhauser. Bei ihnen seien deutlich höhere Renditen zu erzielen als bei anderen Geldanlageformen. «Allerdings sollten sie dabei lieber zu Fonds greifen, als in einzelne Titel zu investieren.» Bei Fonds sei das Risiko breiter gestreut und das Verlustrisiko geringer.

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